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BundestagswahlScholz und Laschet sehen beide Regierungsauftrag

Berlin: Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, winkt während der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus. (Britta Pedersen/dpa)
Bundestagswahl - Wahlparty SPD (Britta Pedersen/dpa)

Nach der Wahl haben die Kanzlerkandidaten von SPD und Union, Scholz und Laschet, jeweils den Auftrag zur Regierungsbildung für sich reklamiert.

In der "Berliner Runde" von ARD und ZDF sagte Scholz, das Votum der Bürgerinnen und Bürger sei eindeutig zugunsten der SPD ausgefallen. Noch vor Weihnachten wolle er ein Kabinett bilden. Laschet erinnerte daran, dass in der Vergangenheit nicht immer die Partei mit den meisten Stimmen auch den Regierungschef gestellt habe. Er wolle trotz der Verluste Kanzler werden und auch CDU-Vorsitzender bleiben, erklärte Laschet.

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Baerbock, meinte, es sei der klare Auftrag der Bürger, den Klimaschutz in den Fokus der nächsten Regierung zu stellen. Der FDP-Vorsitzende Lindner plädierte für ein Bündnis mit Union und Grünen, schloss aber auch eine Koalition mit SPD und Grünen nicht aus. Die AfD-Fraktions-Covorsitzende Weidel sprach ungeachtet der Verluste ihrer Partei von einem "soliden Ergebnis". Die Co-Vorsitzende der Linken, Hennig-Wellsow, nannte das schwache Ergebnis ihrer Partei einen schweren Schlag. Nun müsse man sich mit den Fehlern der abgelaufenen Legislaturperiode befassen.

Diese Nachricht wurde am 27.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.