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BundestagswahlUnion sieht offenbar keinen direkten Regierungsanspruch

Armin Laschet (CDU, r), Kanzlerkandidat der Union, und CSU-Chef Markus Söder sitzen in einem Wahlstudio des ZDF bei der "Berliner Runde" zur Bundestagswahl. (dpa/Sebastian Gollnow)
Der CSU-Vorsitzende Markus Söder (l) und Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (r) am Abend nach der Bundestagswahl (dpa/Sebastian Gollnow)

Die Union erhebt nach ihrer Niederlage bei der Bundestagswahl offenbar doch keinen direkten Anspruch auf die Regierungsbildung.

Kanzlerkandidat Laschet erklärte nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer CDU-Vorstandssitzung, niemand habe gestern Abend von einem Regierungsauftrag für die Unionsparteien gesprochen. Man stehe aber bereit für andere Konstellationen, wenn es mit einer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP nicht klappe. Laschet räumte den Angaben zufolge auch persönliche Fehler im Wahlkampf ein.

Der CSU-Vorsitzende Söder sagte laut Teilnehmern in einer Sitzung des Parteivorstands, die Union sei bei der Wahl auf Platz zwei und nicht auf Platz eins gelandet. Daraus ergebe sich kein Anspruch auf die Regierungsführung. - Gestern Abend hatte Laschet noch erklärt, eine Regierung bilden zu wollen.

Diese Nachricht wurde am 27.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.