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BundesverwaltungsgerichtUrteil zum massenhaften Kükentöten in einer Woche

Viele kleine gelben Küken in einem Stall. (picture alliance / dpa / Tierärztliche Hochschule Hannover / Sonja von Brethorst)
Männliche Masthühner-Küken - Symbolbild (picture alliance / dpa / Tierärztliche Hochschule Hannover / Sonja von Brethorst)

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird kommenden Donnerstag ein Urteil verkünden, ob das massenhaften Töten männlicher Küken in der Geflügelwirtschaft rechtmäßig ist. Wie die Vorsitzende Richterin mitteilte, muss das Gericht grundsätzlich klären, ob die Vorgehensweise mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Brütereien sind der Auffassung, dass wirtschaftliche Interessen einen sogenannten "vernünftigen Grund" für das Kükentöten darstellen. Das Bundesverwaltungsgericht soll die grundsätzliche Frage beantworten, ob ökonomische Interessen von Unternehmen das massenhafte Töten rechtfertigen.

Es gilt als unwirtschaftlich für Brütereien, männliche Küken aufzuziehen: Sie legen keine Eier und sind für Mastbetriebe unattraktiver, weil sie schlechter Fleisch ansetzen als weibliche Hühner. Vor allem große Betriebe töten männliche Küken deshalb unmittelbar nach dem Schlüpfen, am ersten Lebenstag. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministerium werden in Deutschland jedes Jahr rund 45 Millionen männliche Küken geschreddert oder vergast. Vor sechs Jahren wollte das Land Nordrhein-Westfalen das Kükentöten per Erlass stoppen. Zwei Brütereien klagten dagegen und setzten sich in den Vorinstanzen durch.