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Bundeswehr477 neue Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus

Zwei Soldaten des Kommandos Spezialkräfte in voller Kampfmontur und mit Waffe im Anschlag pirschen sich einen Weg entlang. (imago / Björn Trotzki)
2020 gab es 447 Verdachtsfälle im Bereich Rechtsextremismus in der Bundeswehr. (imago / Björn Trotzki)

Die Zahl der neuen Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr ist im vergangenen Jahr auf 477 gestiegen.

Das geht aus dem Jahresbericht der Wehrbeauftragten des Bundestags, Högl, hervor, die sich auf Angaben des Militärischen Abschirmdienstes bezieht. Dieser hatte für 2019 363 neue Verdachtsfälle genannt. Auch für den Bereich der sogenannten Reichsbürger habe diese Zahl von 16 auf 31 Fälle zugenommen. Im Bereich Islamismus sei die Zahl neuer Verdachtsfälle von 77 auf 31 zurückgegangen, teilte Högl weiter mit.

Beim Thema Rechtsextremismus bestehe weiter Handlungsbedarf in allen Bereichen der Bundeswehr, erklärte Högl. Nötig seien Aufklärung, Sanktion und Prävention. Das sei eine Daueraufgabe, in der gesamten Gesellschaft und somit auch in der Bundeswehr.

Die Amtshilfe in der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr nach Angaben Högls vor eine riesige Herausforderung gestellt. Fast 500 Eingaben rund um die Covid-19-Pandemie zeigten, wie hoch die Belastung der Soldatinnen und Soldaten und wie groß die Sorge um ihre Gesundheit und ihren Dienst gewesen seien, heißt es weiter.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.