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Bundeswehr477 neue Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus

Zwei Soldaten des Kommandos Spezialkräfte in voller Kampfmontur und mit einer Waffe im Anschlag pirschen sich einen Weg entlang. (imago / Björn Trotzki)
2020 gab es 477 Verdachtsfällen im Bereich Rechtsextremismus in der Bundeswehr. (imago / Björn Trotzki)

Bei der Bundeswehr ist die Zahl der Verdachtsfälle wegen Rechtsextremismus weiter gestiegen.

Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Wehrbeauftragten des Bundestages, Högl, 477 solcher Verdachtsfälle. Das waren etwa 110 mehr als 2019.

Högl berief sich auf Informationen des Militärischen Abschirmdienstes MAD. Sie sieht beim Thema Rechtsextremismus weiter Handlungsbedarf in allen Bereichen der Bundeswehr. Beim besonders betroffenen Kommando Spezialkräfte KSK sei man aber mit dem Reformprogramm von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer auf einem guten Weg, betonte die SPD-Politikerin. Die Reformen sehen unter anderem vor, eine besonders auffällig gewordene Kompanie aufzulösen und die Ausbildung bei der Bundeswehr umzuorganisieren. Diese Neuerungen könnten Högls Einschätzung zufolge bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.