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Bundeswehr-GelöbnisBundespräsident Steinmeier fordert mehr Investitionen in Verteidigung

Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr beim großen öffentlichen Gelöbnis vor dem Reichstag. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
Gelöbnis im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Anlässlich des 65. Gründungstags der Bundeswehr hat in Berlin ein feierliches Gelöbnis von Rekrutinnen und Rekruten stattgefunden.

Dabei mahnte Bundespräsident Steinmeier, dass sich Bundeswehr und Gesellschaft in unserer Demokratie niemals fremd werden dürften. Die Parlamentsarmee sei geprägt durch die Idee des Staatsbürgers in Uniform. Nie zuvor habe die Bundeswehr so breite Verantwortung zu tragen gehabt, wie heute. Bei Auslandseinsätzen, der Cyberabwehr und der Unterstützung in der Corona-Pandemie leiste die Bundeswehr Außerordentliches.

Steinmeier äußerte ferner seine Hoffnung auf eine Erneuerung des transatlantischen Bündnisses mit dem künftigen US-Präsident Biden. Dafür sei es wichtig, die europäische Verteidigungspolitik zu stärken und mehr Geld zu investieren. Die Soldatinnen und Soldaten hätten zudem einen Anspruch auf die bestmögliche Ausrüstung, sagte der Bundespräsident. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer betonte, die Bundeswehr habe ihre eigene demokratische Tradition entwickelt. Es gebe Wenige, die versuchten, aus anderen, vergifteten Quellen zu schöpfen.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es am Gründungstag der Bundeswehr nicht wie ursprünglich geplant zahlreiche Gelöbnisse in ganz Deutschland. Stattdessen legten nur neun Rekrutinnen und Rekruten vor Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, ihr Gelöbnis ab.

Diese Nachricht wurde am 12.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.