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BundeswehrThüringer Waffenhersteller Haenel soll neues Sturmgewehr liefern

Nahaufnahme eines Teils des schwarzen Gewehres mit dem weißen Aufdruck "Haenel CR 223 .223 Rem.". (Daniel Karmann/dpa)
Ein Gewehr von Haenel in der zivilen Ausführung für Jagd, Schießsport und Sicherheit. (Daniel Karmann/dpa)

Das künftige Sturmgewehr der Bundeswehr-Soldaten soll von dem thüringer Hersteller C.G. Haenel produziert werden.

Das ist das Ergebnis eines mehrjährigen Bieterverfahrens, über das das Verteidigungsministerium die Fachpolitiker der Großen Koalition unterrichtet hat, wie die Deutsche Presse-Agentur meldet. C.G.Haenel war nach Einschätzung von Experten nur als Außenseiter in das Bieterverfahren gegangen. Bisher lieferte der baden-württembergische Waffenhersteller Heckler & Koch das Sturmgewehr. Dessen Modell "G36" war aber schon vor einigen Jahren wegen angeblicher Mängel bei Extrembedingungen in die Kritik geraten. Die neue Waffe von Haenel erwies sich nach dpa-Informationen nun als technisch etwas besser und im Angebot wirtschaftlicher als die Sturmgewehre der Konkurrenz.

Der dritte Anbieter Sig Sauer hatte sich bereits während der laufenden Ausschreibung zurückgezogen. Sig Sauer und Heckler und Koch hatten mehrfach Kritik an der Art des Bieterverfahrens geübt. Es geht um die Lieferung von 120.000 neuen Waffen im Umfang von geschätzten knapp 250 Millionen Euro.

Diese Nachricht wurde am 14.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.