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StartseiteAtelier neuer MusikSchaltzentrale und Gedächtnis rumänischer Musik01.12.2018

Cantacuzino PalastSchaltzentrale und Gedächtnis rumänischer Musik

Das Domizil aus der Belle-Epoque wirkt anachronistisch, ein wenig auch autoritär. In seinem Innern spiegeln sich die letzten 100 Jahre Rumäniens. Hier im Bukarester Cantacuzino Palast residiert der Rumänische Komponistenverband - Schaltzentrale und Gedächtnis aller im Land komponierten Musik.

Von Thomas Beimel

(Irmela Roelcke)
Auch die Seitenansicht des Gebäudes mutet respektvoll an (Irmela Roelcke)

Wohlgenährte Engel verweilen mitten im Sturz von der Fassade, die Freitreppe ist von zwei Löwen flankiert. Vom Dachfirst schauen in Stein gehauene nackte Damen auf den Autoverkehr auf der Calea Victoriei. Der hier im Bukarester Cantacuzino Palast ansässige Rumänische Komponistenverband war und ist quer durch die sich wandelnden Zeiten der Interessenverband einer ungeheuer vielgestaltigen, selbstbestimmten, im Westen kaum bekannten Komponierwelt.   

In seiner Sendung vom Herbst 2012 verknüpfte Autor Thomas Beimel die Geschichte des Hauses mit der Geschichte des Landes sowie der rumänischen Musik und Musikpolitik. Dabei spannte er den Bogen vom namhaften Wegbereiter George Enescu über die "goldene Generation" der Avantgardisten um Anatol Vieru und Myriam Marbe bis hin zu wichtigen Tonsetzern der Gegenwart wie Dan Dediu oder Diana Rotaru.

Anlässlich des 100sten Jahrestags der Vereinigung Rumäniens wird diese Sendung erneut ausgestrahlt und steht danach sieben Tage in unserer Mediathek.

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