Mittwoch, 21.10.2020
 
Seit 17:35 Uhr Kultur heute
StartseiteSport am Wochenende"Zu viel Zwang macht Spitzensport unattraktiv"18.12.2016

Carina Bär beendet Karriere"Zu viel Zwang macht Spitzensport unattraktiv"

Olympiasiegerin im Ruder-Doppelvierer, gerade mal 26 Jahre alt - und trotzdem beendet Carina Bär ihre Karriere. Die Gründe dafür lägen auch in Entscheidungen ihres Verbandes. "Ich habe bis jetzt in Dortmund trainiert, hätte aber nach Berlin wechseln müssen", sagte Bär im DLF.

Carina Bär im Gespräch mit Philipp May

Olympisches Gold im Ruder-Doppelvierer: Carina Bär (2.v.l.) feiert mit ihren Kolleginnen Julia Lier, Annekatrin Thiele und Lisa Schmidla in Rio de Janeiro. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
Noch im August 2016 hat Carina Bär (2.v.l.) in Rio de Janeiro Olympisches Gold im Ruder-Doppelvierer gefeiert. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
Mehr zum Thema

Spitzensportreform "Das muss man sich vorher fragen!"

6. Sportkonferenz im Deutschlandfunk Kritik an der Medaillenhatz

Um weiter Unterstützung durch die Sporthilfe-Förderung zu bekommen und im Olympia-Kader zu bleiben, hätte Carina Bär zum Training von ihrem jetzigen Standort Dortmund an den Ruder-Stützpunkt in Berlin wechseln müssen - das wollte die Olympiasiegerin von Rio aber nicht. 

Warnung vor zu viel Zwang 

Auch wenn das nicht der einzige Grund gewesen sei, ihre Karriere bereits im Alter von 26 Jahren zu beenden, übte Carina Bär Kritik an Entscheidungen ihres Verbandes sowie an der geplanten Spitzensportreform: Wenn zu viel Zwang in das System gepackt werde, werde es aus ihrer Sicht unattraktiver Spitzensport zu betreiben: "Weil das alles freiwillig ist, was wir machen", sagte sie in der Sendung "Sport am Sonntag".

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk