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StartseiteVerbrauchertippMehr Rabatt im Onlinehandel14.05.2018

Cashback-PortaleMehr Rabatt im Onlinehandel

Wer online einkauft, kann per Preisvergleich das günstigste Angebot heraussuchen und somit sparen. Eine andere Möglichkeit ist der Einkauf über Cashback-Portale, die mit den gängigen Onlineshops zusammenarbeiten. Bei diesen Rabatt-Portalen sind per Rückvergütung oft ein paar Prozent mehr drin.

Von Dieter Nürnberger

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Der Mousezeiger eines Computers zeigt  auf einer Seite des Internet-Handels von Amazon auf die Funktion Einkaufswagen (dpa / Carsten Rehder)
Die gewährten Rabatte bei Cashback-Portalen sind unterschiedlich (dpa / Carsten Rehder)
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Cashback-Portale sind im Grunde das digitale Gegenstück zu den weit verbreiteten Kunden- und Rabattkarten des Handels. Cashback heißt übersetzt "Geld zurück". Die Portale bekommen von den Onlinehändlern für die Vermittlung eines Einkaufs eine Provision - und davon geben sie einen mehr oder weniger großen Teil an die Kunden weiter. Schwierig sei der Online-Einkauf über die Portale nicht, sagt Warentesterin Kerstin Backofen - ein paar Extraklicks seien aber notwendig.

"Sie registrieren sich dort mit einer Email-Adresse und einem selbstgewähltem Passwort. Und wenn Sie dann einkaufen wollen, dann gehen Sie zuerst in dieses Cashback-Portal, suchen dann den Shop, bei dem Sie einkaufen wollen. Und gehen dann über diesen Link in diesen Shop und kaufen dann dort - wie immer - ein. Und bezahlen auch genauso."

Untersucht wurden acht Cashback-Portale. In die Auswahl kamen nur solche, die mit mindestens der Hälfte der umsatzstärksten Onlineshops zusammenarbeiten. Die gewährten Rabatte sind unterschiedlich:

"In Branchen, wo die Gewinnspanne sehr gering ist, wie beispielsweise bei Elektronikartikeln, gibt es eher weniger Rabatt. Während etwa bei Bekleidung die Rabatte schon etwas höher sind. Und wenn ein Shop mit mehreren Portalen zusammenarbeitet, muss der nicht immer überall die gleichen Rabatte geben. Man kriegt im Schnitt zwischen 3 und 6 Prozent. In der Spitze kann es auch mal über 10 Prozent sein, im schlechtesten Fall auch mal nur 1 Prozent."

Direkte Auszahlung auf das Girokonto möglich

Was aber immer noch mehr ist als jene Vergünstigungen, die Besitzer herkömmlicher Kunden- und Rabattkarten bei den Onlineshops bekommen. Hier ist lediglich ein Nachlass von 0,5 bis 1 Prozent die Regel. Die in den Cashback-Portalen genannten Prozente beziehen sich allerdings immer auf den Nettowarenwert. Einschließlich Mehrwertsteuer bedeuten zum Beispiel 5 Prozent Rabatt rund 4,2 Prozent Ersparnis. 

Den Rabatt gibt es dann als Gutschrift auf das Cashback-Konto, im besten Fall ist auch eine direkte Auszahlung auf das Girokonto möglich. Kunden der Cashback-Portale sollten aber etwas Geduld mitbringen, sagt Warentesterin Kerstin Backofen:

"Zum einen dauert es eine ganze Zeit, bis diese Gutschrift da ist. Der Online-Händler muss ja dem Portal auch erst einmal bestätigen, dass mit der Bestellung alles gut gelaufen ist. Dass nicht zurückgeschickt wurde oder ähnliches. Das andere ist: Wir haben auch Portale gefunden, wo nicht schon ab dem ersten Euro oder Cent, sondern erst ab beispielsweise 20 Euro Gutschrift ausgezahlt wird. Und das ist für den Kunden natürlich ein gewisses Risiko."

Auf unzählige Werbemails einstellen

Denn auch ein Cashback-Portal kann pleitegehen. Das angesammelte Guthaben ist dann wohl hinfällig. Einige Portale setzen zudem die gesetzliche Vorschrift, dass Guthaben mindestens drei Jahre lang gültig sein sollten, nicht verlässlich um.

In der Untersuchung boten die Portale "Shoop", "Getmore" und "Aklamio" die höchsten Rabatte. Besonders bei größeren Anschaffungen lohnt sich der Einkauf über ein Cashback-Portal, so das Fazit der Stiftung Warentest. Die Datenschutz- und Geschäftsbedingungen boten zudem wenig Anlass zur Kritik. Allerdings sollten sich Portal-Kunden auf unzählige Werbemails einstellen, wenn sie nicht von vornherein die richtigen Grundeinstellungen vornehmen.

"Weil das ja auch ein bisschen der Zweck ist - mit der Werbung soll der Umsatz angekurbelt werden. Das kann ich aber eindämmen, in dem ich innerhalb des Portals unter Einstellungen die Voreinstellung für Newsletter oder Webemails herausnehme - diese Kreuze rausnehme. Dadurch kann ich diese Werbemails eindämmen und bekomme nicht so viel."

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