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CDUDebatte um Parteitag geht weiter

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, spricht mit Journalisten vor Beratungen der engeren CDU-Spitze über den geplanten Parteitag zur Wahl des CDU-Vorsitzenden.  (dpa/Christophe Gateau)
Friedrich Merz (dpa/Christophe Gateau)

In der CDU geht die Debatte über die Verschiebung des Bundesparteitags weiter.

Unionsfraktionschef Brinkhaus äußerte Verständnis für die Verärgerung des Kandidaten um den Parteivorsitz, Merz. Auch die anderen Bewerber Laschet und Röttgen hätten ihre Kampagne darauf zugeschnitten, dass im Dezember ein neuer Parteivorsitzender gewählt werde, sagte Brinkhaus im ARD-Fernsehen. Die Verschiebung sei für keinen Kandidaten schön. CDU-Generalsekretär Ziemiak betonte im Deutschlandfunk, die Beschlüsse der Gremien seien einstimmig gefallen. Der Grund sei die Corona-Infektionslage in Deutschland. Ziemiak rief die Partei zu Geschlossenheit auf.

Der frühere Unionsfraktionschef Merz hatte mit Kritik auf die Verschiebung reagiert. In mehreren Interviews sagte er, man brauche eine arbeitsfähige Partei. Zugleich bekräftigte er seinen Vorwurf, es gebe Teile des Partei-Establishments, die verhindern wollten, dass er den Vorsitz übernehme. Der Zeitung "Die Welt" sagte Merz, er habe ganz klare Hinweise darauf, dass der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet die Devise ausgegeben habe, er brauchte mehr Zeit, um seine Performance zu verbessern.

Diese Nachricht wurde am 27.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.