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CDU-VorsitzAltmaier wirbt für AKK

Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) während der Haushaltsdebatte im Bundestag (dpa-Bildfunk / Ralf Hirschberger)
Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) während der Haushaltsdebatte im Bundestag (dpa-Bildfunk / Ralf Hirschberger)

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat Bundestagspräsident Schäuble wegen dessen Wahlempfehlung für den CDU-Vorsitz kritisiert.

Der Vorstoß Schäubles für den Kandidaten Merz habe ihn überrascht und gewundert, sagte Altmaier der "Rheinischen Post". Damit sei ein Damm gebrochen. Altmaier betonte, er habe seine Präferenz bisher aus Respekt vor den Delegierten des Parteitages nicht öffentlich geäußert. Nun könne er sagen, dass er überzeugt sei, dass man mit Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer die beste Chance habe, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen.

AKK über Schäuble: "Keine große Überraschung"

Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz, Kramp-Karrenbauer, hat derweil gelassen auf die Intervention von Bundestagspräsident Schäuble reagiert. Es sei keine große Überraschung gewesen, dass sich Schäuble für ihren Konkurrenten Merz ausgesprochen habe, sagte die CDU-Generalsekretärin im ZDF. Dies nun auch öffentlich zu tun, sei sein gutes Recht, fügte Kramp-Karrenbauer hinzu.

Unionsfraktionschef Brinkhaus vermied hingegen eine öffentliche Festlegung. Er werde da schön neutral bleiben, sagte Brinkhaus im Deutschlandfunk. Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit, dass die neue Parteichefin oder der neue Parteichef nach der Wahl die CDU zusammenhalten müsse.

Über die Nachfolge der Vorsitzenden Merkel wird morgen auf einem Parteitag in Hamburg entschieden. Neben Kramp-Karrenbauer und Merz ist Bundesgesundheitsminister Spahn der dritte prominente Kandidat.

Spahn verteidigt Wahlempfehlung

Spahn sieht in den öffentlichen Wahlempfehlungen von einflussreichen Parteimitgliedern für seine Konkurrenten kein Problem. Es sei das gute Recht jedes Delegierten, sich klar zu äußern, sagte er im Fernsehsender Phoenix. Das gehöre zu solch einem Verfahren dazu. Entscheidend sei allerdings, dass niemand beschädigt werde.