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StartseiteSternzeitDie Jagd nach dem Zwergplaneten 29.01.2018

Ceres in OppositionDie Jagd nach dem Zwergplaneten

Seit fast drei Jahren umrundet die amerikanische Raumsonde Dawn den Zwergplaneten Ceres im Bereich zwischen Mars- und Jupiterbahn. Ceres, benannt nach der römischen Göttin des Ackerbaus, war das erste Objekt, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts in dieser auffallenden Lücke des Sonnensystems entdeckt worden ist.

Von Hermann-Michael Hahn

Der Zwergplanet Ceres, aufgenommen von der Raumsonde Dawn  (NASA)
Der Zwergplanet Ceres, aufgenommen von der Raumsonde Dawn (NASA)
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Mit einem Durchmesser von mehr als 900 Kilometern ist Ceres auch das größte Objekt in dieser Region.

 Ceres ist hell genug, dass ein Fernglas zur Beobachtung ausreicht. Der kleine Himmelskörper lässt sich als leuchtender Punkt im nördlichen Teil des Sternbildes Krebs verfolgen, wie er von Abend zu Abend langsam westwärts wandert.

 Dabei erreicht er übermorgen seine Oppositionsstellung zur Sonne, steht dann also der Sonne am Himmel gegenüber. Zwei Tage später schrumpft der Abstand zur Erde auf ein Minimum von knapp 240 Millionen Kilometern.

 Leider stört in den nächsten Tagen der helle Mond die Beobachtungen von Ceres. Übermorgen, am Tag der Opposition, steht er nur fünfzehn Grad weiter südlich als Vollmond am Himmel.

 Und weil der Mond nur 360.000 Kilometer entfernt ist und noch dazu etwa viermal so groß wie Ceres, erscheint er am irdischen Himmel viel heller als der Zwergplanet.

 Mehr Aussicht auf Erfolg bei der Beobachtung von Ceres hat man in der nächsten Woche, wenn der Mond weiter nach Osten abgezogen ist und erst nach Mitternacht aufgeht.

 Ceres wird sich auch dann noch im nördlichen Teil des Krebses bewegen, weiterhin umrundet und erkundet von der Raumsonde Dawn.

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