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StartseiteSport AktuellSky verliert Übertragungsrechte12.12.2019

Champions LeagueSky verliert Übertragungsrechte

Ab der Saison 2021/2022 wird die Champions League nicht mehr bei Sky zu sehen sein. Amazon und DAZN teilen sich die Übertragungsrechte, die Endspiele zeigt das ZDF. Damit zeichnet sich ein deutlicher Trend ab.

Von Heinz Peter Kreuzer

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Blick ins Stadion beim Spiel Schalke 04 - Manchester City (imago sportfotodienst)
Sky wird in Zukunft nicht mehr die Spiele der Fußball-Champions-League übertragen. (imago sportfotodienst)
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Offiziell ist der Poker um die Champions League noch nicht abgeschlossen. Doch schon jetzt ist klar: Der große Gewinner ist DAZN. Der Streamingdienst hat sich im Wettbieten mit dem Bezahlsender Sky durchgesetzt und überträgt alle Partien live - mit Ausnahme der 16 Dienstags-Topspiele, die Amazon erworben hat.

Das ZDF zeigt zudem zukünftig das Finale, auch ohne deutsche Beteiligung. Der öffentlich-rechtliche Sender verhandelt nach eigenen Angaben noch über ein Medienpaket für eine Höhepunkte-Sendung am Mittwoch. Das ZDF bestätigt den Abschluss mit der UEFA, während DAZN sich noch bedeckt hält:

"Wir bitten um Verständnis, dass wir zum Ausschreibungsprozess der UEFA Champions League 2021 - 2024 aktuell keinen Kommentar abgeben können."

TV-Kameramann filmt am Spielfeldrand während der Live-Übertragung eines Spiels der Fußball-Bundesliga (Sven Simon / picture alliance)TV-Kameramann bei einem Spiel der Fußball-Bundesliga (Sven Simon / picture alliance)Bundesliga-Partie im ZDF - Warum Sky ab und zu auf Exklusivität verzichtet
Die 1:5-Niederlage des FC Bayern in Frankfurt am 10. Spieltag war frei empfangbar. Die Partie lief auch im ZDF, weil Sky gelegentlich auf seine exklusiven Übertragungsrechte verzichtet und mit frei empfangbaren Sendern kooperiert – zu Werbezwecken. Allerdings nicht umsonst.

Ökonomische Gründe für den Ausstieg von Sky

Hintergrund für diese Mauertaktik dürfte wohl ein Maulkorb der Europäischen Fußball-Union sein. Denn noch wird über verschiedene Details des Vertrages verhandelt.

Bestätigt wird der Deal indirekt durch den Kommentar von Noch-Sky-Chef Carsten Schmidt: Im gerade abgeschlossenen Ausschreibungsverfahren habe man sich nach rund 20 Jahren der Partnerschaft mit der UEFA nicht über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen können.

Wie aus Senderkreisen zu hören war, sei noch am Mittwochmorgen verhandelt worden. Schmidt nennt ökonomische Gründe für den Ausstieg von Sky. Man sei nicht bereit gewesen, über den hohen Wert, den man diesem Recht beimesse, hinauszugehen. Das sieht nach der Handschrift der neuen Sky-Eigentümers Comcast aus.

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