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ChinaBDI: Deutsche Unternehmen sollen auf Einhaltung der Menschenrechte drängen

Siegfried Russwurm, Präsident vom Bundesverband der Deutschen Industrie BDI. (picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte)
Siegfried Russwurm, Präsident vom Bundesverband der Deutschen Industrie BDI. (picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte)

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die hiesigen Unternehmen aufgerufen, bei Geschäften in China auf die Einhaltung der Menschenrechte zu bestehen.

BDI-Präsident Russwurm sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", die Menschenrechte seien keine innere Angelegenheit. Wie China mit der Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang umgehe, sei völlig inakzeptabel. Jedes Unternehmen mit Werken in dieser Region müsse sich deshalb fragen, ob es wirklich ausschließen könne, dass es in seiner Wertschöpfungskette zu Zwangsarbeit komme.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in Xinjiang mindestens eine Million Angehörige der Uiguren und anderer muslimischer Minderheiten in Haftlagern eingesperrt. Dort kommt es demnach zu Misshandlungen und Zwangsarbeit.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.