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Chlorpyrifos"Zitrus-Staaten" wollen offensichtlich gegen Verbot von Pestizid stimmen

Verschiedene Sorten Zitrusfrüchte wie Grapefruits, Zitronen, Orangen, Mandarinen und Clementinen. (picture-alliance / dpa / Marco Stirn)
Verschiedene Sorten Zitrusfrüchte wie Grapefruits, Zitronen, Orangen, Mandarinen und Clementinen. (picture-alliance / dpa / Marco Stirn)

Ein Verbot des bei Zitrusfrüchten verwendeten Pestizids Chlorpyrifos stößt auf Widerstand.

Wie ein internationales Recherchenetzwerk, zu dem der Bayerische Rundfunk zählt, berichtet, sollen Ende der Woche die EU-Mitgliedsstaaten über das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verbot abstimmen. Dem Bericht zufolge könnten sich vor allem die sogenannten "Zitrus-Staaten" wie Spanien, Griechenland, Italien und Portugal dagegen stellen. Für ein Stopp des Pflanzenschutzmittels ist eine qualifizierte Mehrheit von 15 der 28 EU-Mitgliedsstaaten nötig. Deutschland will dafür stimmen.

Auch einige Hersteller von Chlorpyrifos haben sich mit einem Brief an die europäischen Behörden gewandt. Darin widersprechen sie einem negativen Einfluss durch das Mittel auf die Gesundheit von Mensch und Tier.

Das seit 2006 in der EU zugelassene Pestizid steht im Verdacht, Erbgut und Nerven bei Embryonen zu schädigen. Die oberste europäische Lebensmittelbehörde EFSA hatte sich im Sommer für ein Verbot ausgesprochen.