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Clan-KriminalitätEssener Polizeipräsident fordert Lockerung des Datenschutzes

Bei einem Einsatz gegen arabischstämmige Clans in Berlin führen Polizeibeamte mit Handschellen einen festgenommenen Mann nach einer Razzia in einem Wohnhaus in Tempelhof ab. | Foto: Paul Zinken/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Razzia gegen Clan-Mitglieder in Berlin (dpa)

Im Kampf gegen die sogenannte Clan-Kriminalität muss nach Ansicht des Essener Polizeipräsidenten Richter die Zusammenarbeit der Behörden verbessert werden.

Allein mit polizeilichen Mitteln seien die Probleme nicht in den Griff zu bekommen, sagte Richter im Deutschlandfunk. Die Behörden von Bund und Ländern müssten ganz anders kooperieren, als das jetzt der Fall sei. So verfüge etwa die Steuerfahndung über ganz andere Möglichkeiten als die Polizei. Veränderungen müsse es auch beim Datenschutz geben. Die geltenden Bestimmungen erschwerten die Arbeit der Polizei ungemein. Um Erfolge gegen kriminelle Großfamilien zu erzielen, brauche es einen langen Atem.

Essen ist eine der Hochburgen der Clan-Kriminalität. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen nach einem jüngst veröffentlichten Lagebild 104 aktive Gruppen. In den Jahren 2016 bis 2018 sollen diese für rund 14.000 Straftaten verantwortlich gewesen sein.

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