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Corona-BeschlüsseMerkel stoppt geplante Oster-"Ruhetage"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Sitzung des Bundeskabinetts (Kay Nietfeld/dpa-Pool)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (Kay Nietfeld/dpa-Pool)

Nach massiver Kritik hat Bundeskanzlerin Merkel die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Oster-Ruhetage gestoppt.

Die Idee sei mit bester Absicht entworfen worden, sagte Merkel nach kurzfristig angesetzten Beratungen mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Zu viele Fragen hätten aber in der Kürze der Zeit nicht gelöst werden können. Aufwand und Nutzen der Umsetzung hätten in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden. Die Kanzlerin betonte, der Beschluss sei ihr Fehler gewesen und sie übernehme dafür die Verantwortung. Sie wisse, dass der gesamte Vorgang zusätzliche Verunsicherung auslöse. Dafür bitte sie alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung.

Mehrere Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten brachten ihren Respekt für die Kehrtwende der Kanzlerin in der Frage der Osterruhe zum Ausdruck. Unterstützung erhielt Merkel auch vom CDU-Wirtschaftsrat. Dieser nannte die Rücknahme der Entscheidung richtig und vernünftig.

Von der Opposition im Bundestag kam überwiegend Kritik. FDP-Chef Lindner schrieb auf Twitter, einen Fehler zu korrigieren verdiene Respekt. Allerdings sei der Vorgang Ausdruck des gesamten Managements der Pandemie. AfD-Fraktionschefin Weidel erklärte, das Chaos sei nun perfekt. Ihre Partei trete für ein sofortiges Ende des Lockdowns und die Öffnung der Schulen ein. Linken-Fraktionschef Bartsch sagte der Funke-Mediengruppe, eine konsequente Pandemiebekämpfung gehe nur, wenn die Kanzlerin das Vertrauen der Mehrheit des Parlaments genieße. Darum sollte sie im Bundestag die Vertrauensfrage stellen.

Diese Nachricht wurde am 24.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.