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Corona-FalschnachrichtenÄrzte und Virologen warnen vor "Infodemie"

Silhouetten von Personen, die mit gesenktem Kopf auf den Bildschirm ihrer Smartphones schauen. Im Hintergrund die Logos von Facebook, Twitter, Whatsapp und Instagram. (imago / Ralph Peters)
Auf sozialen Medien verbreiten sich Nachrichten mitunter rasend schnell - unabhängig davon, ob sie stimmen oder nicht. (imago / Ralph Peters)

In einem offenen Brief fordern Ärzte und Virologen aus der ganzen Welt Unternehmen wie Facebook und Twitter auf, stärker gegen Falschnachrichten vorzugehen.

Zu den Unterzeichnern gehören auch der Berliner Virologe Christian Drosten und seine Braunschweiger Kollegin Melanie Brinkmann. In dem Brief heißt es, man habe es derzeit nicht nur mit der Covid-19-Pandemie zu tun, sondern auch mit einer weltweiten "Infodemie", also Fehlinformationen, die Menschenleben gefährdeten. Manche davon verbreiteten sich schneller als das Virus selbst. Als Beispiele genannt werden Berichte, die behaupten, dass Kokain ein Heilmittel sei oder dass wahlweise China oder die USA Covid-19 als Waffe entwickelt hätten. Aber auch jenseits der Coronavirus-Pandemie weisen die Mediziner auf nach ihren Worten gefährliche Falschnachrichten hin. Auf Facebook sei ein Beitrag, laut dem das Ingwer-Gewürz 10.000-mal effektiver bei der Krebsbekämpfung sei als eine Chemotherapie, fast 30.000-mal gelikt, geteilt und kommentiert worden.

Die Wissenschaftler fordern von den Technologieunternehmen, Richtigstellungen zu Gesundheits-Fehlinformationen zu veröffentlichen. Außerdem müssten die Plattformen ihre Algorithmen "entgiften". Diese Auswahlkriterien für die Anzeige von Internet-Inhalten konzentrierten sich derzeit mehr darauf, die Nutzer online zu halten, als ihre Gesundheit zu schützen.

Facebook hat erst vor kurzem angekündigt, allgemeine Warnhinweise zu Fake News anzuzeigen. Doch das reicht Kritikern nicht aus. Mehr dazu bei den Kollegen der Sendung @mediasres.

Der von der Nichtregierungsorganisation Avaaz veröffentlichte offene Brief erschien in einer ganzseitigen Anzeige der New York Times.

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