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Corona-ImpfstoffSlowakische Arzneimittelbehörde äußert Zweifel an Charge von Sputnik V

Das Foto zeigt zwei blau-weiße Medikamentenpackungen mit russischer Aufschrift, die den Covid-Impfstoff Sputnik V enthalten. (imago images / ITAR-TASS / Mikhail Metzel)
Sputnik V ist bereits in etlichen Ländern zugelassen, in der EU noch nicht. (imago images / ITAR-TASS / Mikhail Metzel)

Die slowakische Arzneimittelbehörde hat Zweifel an der Sicherheit einer Charge des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V geäußert.

Die gelieferten Dosen seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der Fachzeitschrift "The Lancet" beschriebenen, erklärte die Behörde. Allein auf der Grundlage von Labortests sei es nicht möglich, auf die Wirksamkeit und Sicherheit beim Menschen zu schließen.

Die Slowakei hatte im März eine erste Lieferung von 200.000 Dosen des russischen Impfstoffes erhalten, der bisher nicht in der EU zugelassen ist. Bisher wurde das Vakzin nicht verimpft, da eine Prüfung angeordnet worden war.

Der Streit um Sputnik V hatte in der vergangenen Woche zum Rücktritt des slowakischen Ministerpräsidenten Matovic geführt. Ihm wurde neben Fehlern im Corona-Krisenmanagement auch der hastige Ankauf des russischen Impfstoffs vorgeworfen. Matovic selbst, der noch Finanzminister ist, kritisierte negative Medienberichte auf Facebook als böswillige Verschwörung.

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Diese Nachricht wurde am 09.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.