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CoronaIsrael gibt 5.000 Impfdosen an Palästinenser ab

Schulkinder im Flüchtlingslager Jabalia im Norden des Gazastreifen. (AFP / MAHMUD HAMS)
Erster Schultag für Mädchen im Flüchtlingslager Jabalia im Norden des Gazastreifen. (AFP / MAHMUD HAMS)

Auf Druck der Vereinten Nationen hat Israel angekündigt, 5.000 Corona-Impfdosen für das medizinische Personal im besetzten Westjordanland und im Gazastreifen zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Jerusalem stammt das Vakzin aus nationalen Beständen. Der UNO-Gesandte für den Nahen Osten, Wennesland, hatte Israel in der vergangenen Woche aufgefordert, der palästinensischen Bevölkerung die Impfungen zu erleichten. Dazu sei Israel nach internationalem Recht verpflichtet. Ähnlich äußerten sich die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und Amnesty International. Die Palästinenserverwaltung hat nach eigenen Angaben vier Lieferverträge für Corona-Impfstoffe unterzeichnet, darunter der russische Impfstoff Sputnik-V. Erste Lieferungen werden in den kommenden Tagen erwartet. Die Chargen sollen für 70 Prozent der Bewohner des Gazastreifens und des Westjordanlands reichen.

Diese Nachricht wurde am 31.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.