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CoronaJugendhilfe: Pandemie hat soziale Schieflage verschärft

Jugendliche vertreiben sich die Zeit im Riemer Park in München.  (dpa / picture alliance / Sven Simon)
Jugendliche in der Corona-Pandemie (dpa / picture alliance / Sven Simon)

Die Corona-Pandemie hat die soziale Schieflage in Deutschland verschärft.

Kinder aus ärmeren Familien seien noch stärker abgehängt worden, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe, Böllert, unter Berufung auf den "Deutschen Kinder- und Jugendhilfe-Monitor". Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft wächst jedes fünfte Kind in Armut auf. Die Jungen und Mädchen müssten oft auf engstem Raum leben. Das digitale Homeschooling sei schwierig. Es fehle an Hardware und die Eltern seien oft in Berufen tätig, die kein Homeoffice erlaubten. Es sei zu befürchten, dass 100.000 junge Menschen ohne Schulabschluss und mit entsprechend geringen Qualifizierungschancen aus den beiden Abschlussjahrgängen austreten werden.

Komplett im Schatten der Coronadebatte lebten laut Böllert die über 320.000 jungen Menschen unter 25 Jahren mit Behinderung. Ein Großteil bleibe abgeschlossen von der Außenwelt.

Diese Nachricht wurde am 11.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.