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Corona-PandemieBundesländer begrüßen Verhandlungen Spahns über Impfstoff Sputnik V

Ein Fläschchen mit dem russischen Impfstoff Gam-COVID-Vak (Sputnik V) gegen COVID-19 (dpa / TASS / Dmitry Feoktistov )
Corona-Pandemie: Gesundheitsminister Spahn verhandelt über Ankauf von Sputnik V (dpa / TASS / Dmitry Feoktistov )

Die angekündigten Verhandlungen von Bundesgesundheitsminister Spahn mit Russland über den Ankauf des Corona-Impfstoffs Sputnik V stoßen in einigen Bundesländern auf Zustimmung.

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Schwesig, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, wenn der Bund Sputnik-Impfstoffdosen für Deutschland sichern wolle, habe dies ihre volle Unterstützung. Auch Thüringens Ministerpräsident Ramelow befürwortete die Initiative Spahns. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke bekundete ebenfalls Interesse.

Vorstoß einzelner Bundesländer sorgt auch für Kritik

Niedersachsens Ministerpräsident Weil sagte im ZDF, er werde sich – anders als Bayern – an das vereinbarte gemeinsame Vorgehen bei der Impfstoffbestellung halten. Ähnlich äußerte sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer. Der Vorsitzende der ständigen Impfkommission, Mertens, sagte ebenfalls im ZDF, prinzipiell sei es gut, dass man jetzt versuche, sich Impfstoff zu sichern, der bayerische Alleingang überzeuge ihn allerdings nicht. Die bislang publizierten Daten über Sputnik V bezeichnete Mertens als "sehr gut" und ergänzte: "Wenn der Impfstoff geprüft und zugelassen wird, hätte ich persönlich auch nichts gegen den Einsatz des Impfstoffes einzuwenden."

Spahn: EU-Zulassung ist Voraussetzung

Spahn hatte angekündigt, mit Russland einen Vorvertrag für Sputnik V auszuhandeln, da die EU-Kommission keine entsprechenden Verträge mit Moskau abschließe. Voraussetzung sei die Zulassung des Vakzins in der EU, sagte Spahn im WDR-Hörfunk. Hierzu müsse Russland Daten liefern. Gestern hatte der bayerische Ministerpräsident Söder bekanntgegeben, dass sein Bundesland einen Vorvertrag über den Bezug von 2,5 Millionen Dosen Sputnik V abgeschlossen hat. Laut einer Umfrage des Instituts "Yougov" im Auftrag des "Handelsblatts" würden sich 55 Prozent der Befragten mit Sputnik V impfen lassen.

Lesetipp: Eine Übersicht über die Impfstoffe finden Sie hier.

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Diese Nachricht wurde am 08.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.