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Corona-PandemieNordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Laumann (CDU) will neuen "Lockdown" vermeiden

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz (dpa / Federico Gambarini)
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen (dpa / Federico Gambarini)

Ein neuer sogenannter Lockdown wegen der Corona-Pandemie wäre nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Laumann für die staatlichen Finanzen kaum zu verkraften.

Die Politik werde deshalb alles tun, um eine solche Maßnahme zu verhindern, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Ausschließen könne er einen zweiten "Lockdown" aber nicht, weil man nicht wisse, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickle. Laumann betonte, wenn man in den Bereichen Wirtschaft und Bildung keine Einschränkungen wolle, bleibe nur die Reduzierung von privaten Kontakten. Die Behörden in seinem Bundesland hätten die Kontaktnachverfolgung trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen im Griff. Bayerns Ministerpräsident Söder warnte hingegen vor einem Kontrollverlust bei der Verfolgung der Infektionsketten. Das sei hochgefährlich, sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". Wenn eine Nachverfolgung nicht mehr möglich sei, müsse man Kontakte generell begrenzen. Dies gehe nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen.

Die Bundesregierung will tausende Helferinnen und Helfer mobilisieren, um die Kommunen bei der Kontaktverfolgung zu unterstützen. Kanzleramtschef Braun sagte der "Rheinischen Post", dafür werde eine fünfstellige Zahl von Mitarbeitern benötigt.

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Diese Nachricht wurde am 17.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.