Die Nachrichten
Die Nachrichten

Corona-PandemieRKI-Chef Wieler: "Selbsttests sind keine Wunderwaffe"

Lothar H. Wieler, Präsident Robert Koch-Institut (RKI), und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, beantworten vor der Bundespressekonferenz Fragen von Journalisten zur Corona-Lage.  (dpa/Wolfgang Kumm)
Coronavirus - Pressekonferenz Jens Spahn (dpa/Wolfgang Kumm)

Das Robert Koch-Institut hat vor einer Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung gewarnt.

Selbsttests seien keine Wunderwaffe, sagte RKI-Präsident Wieler in Berlin. Die Erwartung, dass man sich für bestimmte Situationen "freitesten" könne, sei nicht hundertprozentig zu erfüllen. Ein negatives Ergebnis sei eine Momentaufnahme und schließe eine Infektion nicht aus. Man könne trotzdem infiziert sein und andere Menschen anstecken, betonte Wieler. Deshalb sei es wichtig, sich und andere auch weiterhin durch Abstandhalten, Maskentragen, Hygiene und Lüften zu schützen. Schnelltests seien aber ein Baustein zur Eindämmung der Pandemie. Das wichtigste Instrument seien nach wie vor die Impfungen. Sie seien der direkte Weg aus der Pandemie, erklärte der RKI-Chef.

Bundesgesundheitsminister Spahn wies darauf hin, dass inzwischen 4,5 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung erhalten hätten. Das Risiko für Hochbetagte, an Corona zu erkranken, habe sich damit verringert.

Diese Nachricht wurde am 26.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.