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Corona-PandemieRumänien schickt Covid-Patienten wegen Überlastung nach Ungarn

Zu sehen sind mehrere Covid-19-Patienten, di ein einem Bukarester Krankenhauszimmer liegen. (Daniel Mihailescu / AFP)
Covid-19-Patienten in einem Bukarester Krankenhaus. (Daniel Mihailescu / AFP)

Wegen überfüllter Intensivstationen schickt Rumänien schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn.

Wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf das Gesundheitsministerium in Bukarest schreibt, waren die ersten zehn Patienten bereits in Begleitung von Ärzteteams unterwegs. Ungarn habe sich bereit erklärt, insgesamt 50 Patienten zu übernehmen. Rumänien gehört laut dpa innerhalb der EU zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Am Donnerstag sei keines der landesweit fast 1.600 Betten auf Intensivstationen, die für Corona-Patienten reserviert sind, mehr frei gewesen. Selbst in der der Hauptstadt Bukarest warteten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren auf freie Plätze in Intensivstationen. Dort werden sie Medienberichten zufolge nur notdürftig versorgt.

Die 14-Tage-Inzidenz in Rumänien lag zuletzt bei rund 860. Nur knapp 35 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig dafür geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich.

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