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Corona-PandemieWo zur Fußball-EM Public Viewing möglich ist

Fußballsfans feiern zur EM 2016 am Brandenburger Tor die deutsche Nationalmannschaft (imago/Gerhard Leber)
Fußballfans feiern zur EM 2016 die deutsche Mannschaft (imago/Gerhard Leber)

Mit einem Jahr Verspätung startet am Freitag die Fußball-Europameisterschaft. Anders als sonst sind wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen etwa in den Innenstädten geplant, dafür wollen viele gastronomische Betriebe die Spiele zeigen.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Kubicki forderte mit Blick auf die deutschlandweit sinkenden Inzidenzen eine Aufhebung der Beschränkungen fürs Public Viewing. Laut dem Infektionsschutzgesetz seien die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner falle, sagte Kubicki dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". In den meisten Landkreisen liegt der Inzidenzwert unter 35, viele Bundesländer stellten bereits weitere Lockerungen in Aussicht.

Keine größeren Public-Viewing-Veranstaltungen

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland und der Deutschen Presse-Agentur liegen dennoch zumindest in den größeren Städten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen sowie in Hamburg bislang keine Anmeldungen für größere Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen vor. Auch die sonst übliche Fanmeile vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird es in diesem Jahr nicht geben. In München, dem einzigen deutschen EM-Spielort war ursprünglich eine "Fan Zone" angedacht, die Planung hierfür wurde aber verworfen.

Nordrhein-Westfalen: Public Viewing grundsätzlich bis 24 Uhr möglich

Statt der Fanmeilen und Großveranstaltungen wollen viele gastronomische Betriebe die Spiele zeigen. Die Regelungen dafür sind bundesweit unterschiedlich und jeweils von der Inzidenz vor Ort abhängig. In Nordrhein-Westfalen soll Public Viewing beispielsweise in der Außengastronomie grundsätzlich bis 24 Uhr möglich sein. Voraussetzung ist, dass es die Corona-Lage vor Ort zulässt. Das teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz mit. Die rechtliche Grundlage hierzu liefert das nordrhein-westfälische Landes-Immissionsschutzgesetz, das eine entsprechende Lockerung für die Außengastronomie vorsieht. Ansonsten gelte ein Schutz der Nachtruhe ab 22 Uhr. Über die konkrete Ausgestaltung der Regeln sollen die Kommunen selbst entscheiden.

Public Viewing auch im privaten Raum nicht uneingeschränkt möglich

In Rheinland-Pfalz dürfen Restaurants, Biergärten und Cafés in Regionen mit einer dauerhaften Inzidenz unter 100 ihren Außenbereich für Gäste öffnen. Je nach Platzangebot darf dort auch Public Viewing angeboten werden, unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. In Bayern haben vor allem in München und Nürnberg mehrere Gastronomen Public-Viewing-Events angemeldet.
Auch im privaten Raum ist Public Viewing nicht uneingeschränkt möglich. Obwohl die Kontaktregeln vielerorts deutlich gelockert wurden, gelten weiterhin Grenzen, wie viele Menschen aus wie vielen Haushalten zusammenkommen dürfen.

Diese Nachricht wurde am 09.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.