Sonntag, 16. Januar 2022

Pandemie-MaßnahmenCorona-Proteste in mehreren Städten

In zahlreichen deutschen Städten hat es erneut Proteste gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gegeben.

15.01.2022

Ein Teilnehmer einer Demonstration hält ein Transparent mit der Aufschrift "Impfen statt verunglimpfen!" auf der Mohrweide am Dammtorbahnhof in Hamburg.
Demonstration gegen Impfgegner und Querdenker in Hamburg (Georg Wendt/dpa)
In Freiburg zogen etwa 6.000 Menschen durch die Innenstadt. Die Polizei hielt die Menge mit einem Großaufgebot von einer Gegendemonstration mit rund 2.500 Teilnehmern fern. Die Behörden hatten beide Versammlungen auf bestimmte Bereiche der Stadt begrenzt. In Cottbus löste die Polizei eine nicht angemeldete Kundgebung mit rund 3.000 Teilnehmern auf und hinderte hunderte von ihnen daran, sich andernorts erneut zu versammeln.

Demo und Gegendemo in Hamburg etwa gleich groß

In Hamburg demonstrierten trotz eines Verbots etwa 3.000 Menschen gegen Coronamaßnahmen. Es kam zu Handgreiflichkeiten, als die Polizei die Kundgebung auflöste. Etwa ebenso viele Menschen gingen gegen Verschwörungstheorien und Corona-Leugner auf die Straße.
In Düsseldorf versammelten sich laut Polizei bis zu 7.000 Gegner einer Impfpflicht weitgehend friedlich. Die Kundgebung sei von einer Person angemeldet worden, die der sogenannten "Querdenken"-Bewegung zugerechnet werde. Weitere zumeist friedliche Corona-Proteste wurden aus München, Fürth, Hannover, Osnabrück, Flensburg, Schwerin und Neubrandenburg gemeldet. Teils gab es auch dort Gegenveranstaltungen.

Proteste mit Krankenwagen in Karlsruhe

In Karlsruhe demonstrierten Beschäftigte im Gesundheitswesen in Dienstkleidung und mit FFP2-Masken für das Impfen und die Einhaltung von Schutzmaßnahmen. Rund 700 Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte bildeten nach Veranstalterangaben eine etwa einen Kilometer lange "stille Lichterkette" durch die Fußgängerzone. Punkt 18 Uhr schalteten zudem Dutzende Rettungsfahrzeuge an den Kreuzungen entlang der Strecke ihr Blaulicht für drei Minuten an.

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Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.