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CoronaStiko-Chef Mertens widerspricht Lauterbach

Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (www.imago-images.de)
Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (www.imago-images.de)

Die Ständige Impfkommission hat ihre Zurückhaltung mit Blick auf Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche bekräftigt.

Derzeit gebe es noch zu wenige Daten zu möglichen gesundheitlichen Folgeschäden für Zwölf- bis 17-Jährige, sagte der Vorsitzende Mertens im Radiosender NDR Info. Man könne nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange die notwendige Datensicherheit nicht vorliege, betonte er.

Nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach vertritt die Stiko damit inzwischen eine "Außenseiterposition". Lauterbach erklärte im Deutschlandfunk, man habe mittlerweile weltweit mit keinem Impfstoff so viel Erfahrung wie mit jenen von Biontech und Moderna. Auch international würden immer mehr wissenschaftliche Beratergremien zu einer Impfung von Kindern und Jugendlichen raten. Eine Erkrankung mit der Delta-Variante des Coronavirus sei viel gefährlicher als eine Impfung.

Heute beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über eine generelle Aufnahme der Jugendlichen in die Impfkampagne.

Diese Nachricht wurde am 02.08.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.