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Corona und Veranstaltungen"Wir werden als das Partyvolk wahrgenommen"

Demonstranten tragen ein Transparent mit der Aufschrift: "Hilfe für die Veranstaltungswirtschaft! #Wirfüreuch" (Imago / Michael Schick)
Die Corona-Pandemie hat vor allem die Veranstaltungsbranche hart getroffen. Demonstrationen unter dem Motto "Alarmstufe Rot" sollen auf die Situation aufmerksam machen. (Imago / Michael Schick)

Die Veranstaltungsbranche vermisst eine effektive Unterstützung von Seiten der Politik in der Corona-Krise.

Bei der Verteilung der Hilfen gebe es eine große Schieflage, sagte Sandra Beckmann von der Initiative für Veranstaltungswirtschaft im Deutschlandfunk. Die Branche werde häufig als "das Partyvolk" wahrgenommen. Zudem fehle eine entsprechende Lobby. Man sei aber gerade "sehr beflissen, das zu ändern".

Das Sinnvollste, was die Bundesregierung bisher in der Corona-Pandemie getan habe, sei die Einführung des Kurzarbeitergeldes gewesen, sagte Beckmann. Diese Maßnahem helfe aber nicht dauerhaft, wenn danach die Insolvenz komme.

Die Veranstaltungsplanerin erklärte weiter, sie wünsche sich, dass die Regierung stärker anerkenne, dass die Branche seit Jahrzehnten Besucherströme regele und Veranstaltungen sicher mache. Vor dem Hintergrund der Zulassung von Zuschauern zu Bundesliga-Spielen sei sie nun auch "relativ positiv gestimmt", dass es auch bei anderen Events bald Lockerungen geben könnte.

Die Initiative für Veranstaltungswirtschaft gehört zum Zusammenschluss der "Alarmstufe Rot", in der sich verschiedene Organisationen der Branche versammelt haben. Am 9. September gab es in Berlin eine Demonstration von "Alarmstufe Rot" mit Tausenden Teilnehmern.

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Diese Nachricht wurde am 16.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.