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Corona-VirusMusikrat fordert Aufhebung des Berliner Sing-Verbots

Männer und Frauen in schwarzer Kleidung und mit roten Gesangsbüchern stehen dicht an dicht in mehreren Reihen, die sich diagonal durch das Bild ziehen. (Boris Streubel/Berliner Domkantorei)
Singen in Gruppen in geschlossenen Räumen ist in Berlin verboten. (Boris Streubel/Berliner Domkantorei)

Der Deutsche Musikrat fordert, dass das wegen der Corona-Pandemie erwirkte Sing-Verbot in geschlossenen Räumen in Berlin aufzuheben.

Der Generalsekretär des Musikrates, Christian Höppner, kritisiert dieAnordnung des Senats als "unverhältnismäßig". Sie offenbare ein erschreckendes Kulturverständnis. Kindertagesstätten, Schulen, Konzerthäuser und Musikschulen, an denen nicht gesungen werde, bedeuteten das Ende gestaltender Kulturpolitik. Außerdem würde die Arbeit der Profi- und Amateurchöre durch das Verbot unterbunden.

Das Sing-Verbot in geschlossenen Räumen gilt bis mindestens Ende Juli. Der Musikrat verlangt von der Bundesregierung die Einrichtung eines bundesweiten Pandemie-Rates in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut. Dieser solle die Erkenntnisse zum Coronavirus bündeln.