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Coronaimpfungen für KinderStiko-Chef Mertens wehrt sich gegen Druck aus der Politik

Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (www.imago-images.de)
Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (www.imago-images.de)

Die Ständige Impfkommission wehrt sich gegen Druck aus der Politik bei einer Entscheidung zu Coronaimpfungen für Kinder und Jugendliche.

Der Vorsitzende Mertens teilte mit, die Stiko sei im Gesetz bewusst als unabhängige Kommission angelegt, die laute Einmischung der Politik sei kontraproduktiv und nütze niemandem. Zuvor hatten unter anderem die SPD-Vorsitzende Esken und Bayerns Ministerpräsident Söder die Ständige Impfkommission aufgefordert, ihre Haltung zur Impfung von Jugendlichen zu überdenken. Mertens sagte dazu, es gehöre zur ständigen Aufgabe des Gremiums, Empfehlungen zu überprüfen, es bedürfe dazu keiner Aufforderung von Politikern.

Bisher gibt es eine Empfehlung, 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen zu impfen, aber keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche.

Diese Nachricht wurde am 06.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.