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CoronakriseZusätzliche Hilfen für Holocaust-Überlebende

Überlebende jüdische Kinder stehen 1945 in Auschwitz mit einer Krankenschwester hinter Stacheldrahtzaun. Das Foto wurde von einem sowjetischen Fotografen während der Herstellung eines Films über Befreiung des Lagers gemacht. Die Kinder wurden von den Russen mit Kleidung von erwachsenen Gefangenen verkleidet.  (imago images / Reinhard Schultz)
Überlebende jüdische Kinder 1945 in Auschwitz (imago images / Reinhard Schultz)

Überlebende des Holocausts sollen in der Coronakrise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen.

Das Finanzministerium hat eigenen Angaben zufolge eine entsprechende Vereinbarung mit der Claims Conference getroffen, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen. Demnach können weltweit rund 240.000 Opfer des NS-Regimes über zwei Jahre 2.400 Euro erhalten. Ein Hilfsprogramm, das Geld zur Pflege der Überlebenden bereitstellt, wird für das kommende Jahr um 30 auf 554 Millionen Euro erweitert.

Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe. Ein Grund dafür ist ihr hohes Alter, aber auch gesundheitliche Probleme als Folge der Zustände in den Lagern. Das Finanzministerium erklärte, die Pandemie treffe sie besonders hart. Deutschland stehe in Zeiten der Covid-19-Pandemie zu seiner historischen Verantwortung für die durch das NS-Unrechtsregime verfolgten Menschen. Der Bundesregierung sei aber auch bewusst, dass das unermessliche Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde, nicht durch Geld aufgewogen werden könne. Der Bundestag muss den Plänen noch zustimmen.

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Diese Nachricht wurde am 18.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.