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CoronavirusItalien weitet Quarantäne im Norden drastisch aus

Touristen gehen mit Mundschutz bekleidet und einem Regenschirm über die Piazza del Duomo vor dem Mailänder Dom.  (LaPresse via ZUMA Press)
Touristen mit Mundschutz vor dem Mailänder Dom (LaPresse via ZUMA Press)

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die italienische Regierung die Quarantäne im Norden des Landes erheblich ausgeweitet.

Wie Regierungschef Conte mitteilte, gilt ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot. Betroffen sind die Lombardei, ein Teil der Region Venetien mitsamt Venedig, der Norden der Emilia-Romagna und der Osten des Piemonts. Allein in der Lombardei leben zehn Millionen Menschen, davon knapp 1,4 Millionen in Mailand. Die Quarantäne soll bis zum 3. April dauern. Das Dekret, das Conte in der vergangenen Nacht unterzeichnete, sieht zudem ein Verbot kultureller, sportlicher und religiöser Veranstaltungen vor. Museen, Kinos, Theater, Diskotheken, Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen müssen vorerst ebenso schließen wie Wintersport-Betriebe. Bars und Restaurants dürfen nur öffnen, wenn ein Mindestabstand zwischen den einzelnen Gästen und Mitarbeitern von einem Meter eingehalten wird. Zeremonien wie Taufen oder Hochzeiten müssen verschoben werden.

Mit rund 5.900 nachgewiesenen Infektionen und mehr als 230 Todesopfern ist Italien das am schwersten von der Epidemie betroffene Land Europas.

Diese Nachricht wurde am 08.03.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.