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Coronavirus-PandemieEntwicklungsminister Müller verlangt von EU mehr Geld für Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller steht am Strand von Beira, in Mosambik und schaut auf das Meer hinaus. An der Küste wird die Zerstörung der Stadt durch den Klimawandel sichtbar. (imago images / photothek)
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Mosambik (Archivbild) (imago images / photothek)

Entwicklungsminister Müller hat die EU-Kommission aufgerufen, mehr Geld für die Bekämpfung der Coronapandemie-Folgen in den Entwicklungsländern bereit zu stellen.

Brüssel habe zwar Geld für Hilfsmaßnahmen umgeschichtet, aber bisher keinen einzigen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Das sei beschämend, sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Botschaft, dass die Pandemie in den Entwicklungs- und Schwellenländern eine schwere Wirtschafts- und Hungerkrise ausgelöst habe, sei bei vielen Regierenden leider noch nicht angekommen. Müller nannte es ein "krasses Missverhältnis", dass die EU-Kommission die Pandemiefolgen in den EU-Staaten mit zusätzlichen 750 Milliarden Euro abfedern wolle, die Mittel für Afrika aber nur um 1 Milliarde Euro pro Jahr erhöhe.

Der CSU-Politiker warnte in diesem Zusammenhang auch vor neuen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europa.