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CoronavirusStaatseinstieg bei Curevac nach vorläufigem Scheitern des Impfstoffs in der Kritik

Das Foto zeigt eine Spritze vor dem Logo des Unternehmens CureVac. (picture alliance / SvenSimon )
Eine Spritze vor dem Logo des Unternehmens CureVac. (picture alliance / SvenSimon )

Nach den enttäuschenden Daten zur Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs von Curevac gibt es Kritik an der Staatsbeteiligung an dem Tübinger Unternehmen.

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Felbermayr, sagte, der Staat sei ohne Not eingestiegen. Curevac habe im letzten Frühjahr genügend private Investoren gefunden. Diese würden jetzt zwar auch Geld verlieren, das sei aber ihr eigenes und nicht das der Steuerzahler, so Felbermayr. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Dürr sagte, der Fall zeige, dass der Staat nicht der bessere Investor sei. Es wäre sinnvoller gewesen, für bestmögliche Forschungsförderung zu sorgen und große Impfstoffmengen verbindlich vorzubestellen, so Dürr.

Der Curevac-Impfstoff erreicht nach vorläufigen Daten nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent, wie gestern bekannt wurde. Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um die Hälfte ein.

Diese Nachricht wurde am 17.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.