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CoronavirusWeltärztepräsident Mongomery kritisiert Maskenpflicht

Eine Statue mit Schutzmaske. (picture alliance / HMB Media/Oliver Mueller)
In allen Bundesländern gilt künftig eine Maskenpflicht. (picture alliance / HMB Media/Oliver Mueller)

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, hat das für ganz Deutschland beschlossene Tragen von Schutzmasken in Teilen der Öffentlichkeit kritisiert.

Eine gesetzliche Pflicht halte er für falsch, sagte Montgomery der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Denn wer eine Maske trage, wähne sich sicher und vergesse den entscheidenden Mindestabstand. Bei unsachgemäßem Gebrauch könnten Masken sogar gefährlich werden. Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut. Schneller könne man sich kaum infizieren, warnte Montgomery. Aus seiner Sicht sollte es eine gesetzliche Maskenpflicht nur für wirksame Schutzmasken geben, nicht aber für Schals oder Tücher.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das Tragen von Schutzmasken in Teilen der Öffentlichkeit künftig in ganz Deutschland Pflicht sein. In den meisten Bundesländern gilt das für das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie für das Einkaufen in Geschäften. Gestern verkündeten auch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland entsprechende Beschlüsse. Erlaubt sind sogenannte Alltagsmasken oder auch ein Schal oder Tuch.

Diese Nachricht wurde am 23.04.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.