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CoronavirusWie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern?

Badegäste liegen an einem Strand auf Mallorca. (Joan Mateu/AP/dpa)
Auch die Baleareninsel Mallorca gilt inzwischen als Corona-Risikigebiet. (Joan Mateu/AP/dpa)

Für die Herbst- und Weihnachtsferien planen viele einen Urlaub im europäischen Ausland. Das ist auch möglich, denn die Grenzen in Europa sind weitgehend offen. Für viele Länder gelten jedoch Reisewarnungen wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens und besondere Vorschriften für Reisende aus Deutschland. Eine Übersicht.

Erste Anlaufstelle für Urlauber ist die Internetseite "Sicheres Reisen" des Auswärtigen Amts. Dort sind für viele Länder aktuelle Informationen über das Infektionsgeschehen verzeichnet. Die jüngsten Hinweise finden sich unter der Rubrik "Letzte Aktualisierung". Für den Einsatz von Smartphones bietet das Auswärtige Amt eine App "Sicher Reisen" an. Reisende werden bei kritischen Situationen in ihrem Gastland automatisch informiert. Oftmals verweist das Auswärtige Amt auf Informationsangebote der zuständigen Behörden im Gastland, um spezifische Hinweise für einzelne Regionen zu erfahren.

Eine Liste der aktuell als Risikogebiet erklärten Städte, Länder und Staaten findet sich beim Robert Koch-Institut. Zurzeit stehen nur zwölf Länder in Europa gar nicht darauf: Italien, Griechenland, Zypern, Malta, Polen, Schweden, Slowakei, Georgien, Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan. (Stand 4.10.)

Bundesgesundheitsminister Spahn hat Mitte September zum Verzicht auf Auslandsurlaube im Winter geraten: "Ich denke, man kann auch in Deutschland einen schönen Urlaub verbringen", sagte er.

Niederlande

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung alle drei Länder mit Ausnahme der niederländischen Provinzen Limburg und Zeeland zum Risikogebiet erklärt - und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen. Bei der Rückkehr aus Risikogebieten ist eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend.

Die Einreise in die Niederlande ist grundsätzlich möglich. Flugreisende müssen bereits am Startflughafen ein Formular ausfüllen, das unter anderem mit Covid-19 in Verbindung stehende Symptome abfragt. Wer solche Symptome aufweist, darf den Flug nicht antreten.

In der Öffentlichkeit müssen 1,5 Meter Abstand zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts gehalten werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht, in Teilen von Amsterdam und Rotterdam auch im Freien; Restaurants und Cafés sind unter Auflagen geöffnet. An Stränden kann es zu örtlichen Sperrungen kommen, wenn es zu voll wird. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Überseegebiete Aruba und St. Maarten wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt.

Belgien

Als Risikogebiet wird mittlerweile ganz Belgien eingestuft. Das Land ist von Covid-19 im europäischen Vergleich eher stark betroffen. Das belgische Außenministerium wiederum stuft seit dem 14. August 2020 eine Reihe von Regionen in EU-Ländern als "orange Zonen" ein, darunter in Deutschland etliche Regierungsbezirke wie Ober- und Niederbayern, Darmstadt, Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Düsseldorf. Einreisenden aus diesen Gebieten wird eine 7-tägige häusliche Quarantäne oder ein Corona-Test nach der Einreise nach Belgien dringend empfohlen. Ausnahmen gelten für Berufspendler, Saisonarbeiter und Berufskraftfahrer sowie bei bestimmten Reisegründen.

Am Flughafen Brüssel erfolgen Temperaturmessungen bei allen Passagieren mit Wärmekameras. Zutritt wird bei über 38°C verweigert. Im Land gelten etliche Abstands- und Hygieneregelungen, Strandzugänge für Touristen können Beschränkungen unterliegen. Ausführliche Informationen der belgischen Behörden finden Sie hier.

Luxemburg

Auch Luxemburg gilt als Risikogebiet, weil die Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage seit einiger Zeit wieder überschritten wird. Restaurants, Gaststätten, Bars, Sport- und Kulturinstitute sind geöffnet, häufig muss jedoch reserviert werden. Im Freien und auf öffentlichen Plätzen dürfen höchstens zehn Menschen zusammenkommen, es gilt ein Mindestabstand von zwei Metern. Im öffentlichen Raum wird die Durchsetzung verstärkt kontrolliert.

Österreich

Auch in Österreich ist die Zahl der Corona-Infektionen wieder angestiegen. Die Bundesregierung hat deshalb die Bundesländer Wien, Tirol und Vorarlberg zum Risikogebiet erklärt. Ausnahmen gelten seit dem 2.10. für das Kleinwalstertal und die Gemeinde Jungholz. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein verpflichtender kostenloser COVID-19-PCR-Test und gegebenenfalls eine Quarantäneverpflichtung.

Deutsche können nach und durch Österreich fahren. In Grenznähe finden jedoch stichprobenartige Kontrollen statt. Der grenzüberschreitende Flugverkehr ist weiterhin eingeschränkt. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr verläuft wieder im Regelbetrieb. Hotels, Restaurants sowie touristische Einrichtungen sind geöffnet.

Das Land hatte als Reaktion auf die gestiegenen Fallzahlen Ende Juli die Maskenpflicht verschärft. Sie gilt unter anderem in Supermärkten, in Bank- und Post-Filialen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxen, Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und im Innenbereich von Ausflugsschiffen.

Neuerdings müssen Masken auch im Restaurant getragen werden und dürfen nur am Platz abgesetzt werden. Auch auf Märkten und Messen gilt inzwischen die Maskenpflicht. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesenen Sitzplatz muss ebenfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In einigen Orten Kärntens gilt abends eine generelle Maskenpflicht. Der Mindestabstand muss weiterhin beachtet werden - auch beim Baden und Wandern. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur noch zehn Teilnehmer erlaubt.

Italien

Italien ist kein Risikogebiet, dort gilt aber weiterhin der Notstand. Reisende aus Deutschland müssen nicht in Quarantäne. Für einige Regionen wie Kalabrien, Apulien, Sardinien und Sizilien müssen sich Touristen vorab registrieren. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr kann es zu Gesundheitskontrollen kommen.

Ein Mund-Nasen-Schutz und Einweghandschuhe sind vielerorts vorgeschrieben, etwa in Geschäften, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. Im öffentlichen Raum gilt an Orten, an denen sich Menschen versammeln können, von 18 Uhr bis 6 Uhr eine generelle Maskenpflicht. Eine Maske ist daher stets mitzuführen. Verstöße gegen die Tragepflicht können mit Geldstrafen geahndet werden.

Es gelten Abstandsregeln von 1- 2 Metern zwischen Personen. Es werden häufig Temperaturmessungen (meist mit Stirn-Scannern) vor dem Betreten von Behörden, Museen und Geschäften durchgeführt. Bei zu hoher Temperatur wird der Zutritt verwehrt und unter Umständen auch die staatliche Gesundheitsbehörde informiert. Für den Zutritt zu vielen Einrichtungen ist Händedesinfektion Pflicht.

Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit im Land bestehen nicht. Die touristische Infrastruktur ist regional unterschiedlich zugänglich. Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen unter Einhaltung strenger Infektionsschutz- und Hygieneauflagen wieder öffnen. Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Tanzveranstaltungen aller Art sind bis auf weiteres ausgesetzt.

Kroatien

Die Länder der Balkanregion verzeichnen deutliche Anstiege bei den Corona-Neuinfektionen. Für Kroatien warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Gespanschaften Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Brod-Posavina, Virovitica-Podravina.

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln (Flugzeug, Bus, Bahn) gibt es weiterhin Einschränkungen. Der internationale Bus- und Zugverkehr wurde reduziert und erfordert daher gelegentlich mehrmaliges Umsteigen. Nationaler Bus- und Zugverkehr findet wieder statt. Der Fährverkehr zu den Inseln wird zuverlässig durchgeführt, allerdings in geringerer Frequenz.

Touristen wird grundsätzlich empfohlen, außerhalb der Unterkunft einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten zu halten und sich regelmäßig die Hände zu waschen; soziale Kontakte sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Es gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie für im Gastgewerbe tätige Personen. In der Gespanschaft Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen und für geschlossene Räume, in denen sich mehr als drei Personen befinden.

Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig stark eingeschränkt werden und ein Verlassen bzw. Betreten der Inseln nicht möglich ist. Eine Quarantäne-Pflicht besteht für Einreisende aus Deutschland nicht, Reisende müssen aber erklären, wo sie sich aufhalten werden.

Slowenien

Slowenien hat das Nachbarland Kroatien von der Liste der sicheren Länder gestrichen. Urlauber aus Deutschland, die mit dem Auto unterwegs sind, sollten dies beachten: Sie müssen Slowenien von Kroatien kommend innerhalb von zwölf Stunden durchfahren und dürfen nur zum Tanken anhalten. Bei einem längeren Aufenthalt kann es Auflagen in Form von Quarantäne geben. Das gilt auch für die Einreise nach Slowenien nach einem Aufenthalt in Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien oder Serbien. In Slowenien gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Österreich hat eine Reisewarnung für den gesamten Westbalkan ausgesprochen und verschärfte zuletzt die Grenzkontrollen.

Spanien und die Balearen

Mittlerweile warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen Reisen nach ganz Spanien. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein kostenloser verpflichtender PCR-Test und eine Quarantäneverpflichtung. Auch andere europäische Staaten haben Spanien oder Teile davon zum Risikogebiet erklärt.

In der spanischen Hauptstadt Madrid und dem Umland wurden drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen. Bewohner von besonders betroffenen Vierteln dürfen diese nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, zum Arzt oder die Kinder zur Schule bringen. Parks und öffentliche Plätze wurden gesperrt.

Im ganzen Land gilt für alle ab sechs Jahren Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in öffentlichen Gebäuden. Wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht gewahrt werden kann - zum Beispiel an vollen Strandpromenaden - muss man auch im Freien eine Maske tragen. In einigen Städten und Regionen herrscht eine generelle Maskenpflicht, unter anderem in der Hauptstadt Madrid. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen von ca. 100 Euro geahndet.

Diskotheken und Nachtbars sind geschlossen, Gastronomiebetriebe müssen spätestens 1.00 Uhr schließen. Die Lokale am Ballermann auf Mallorca mussten nach zahlreichen Verstößen gegen die Auflagen wieder schließen. Es gilt ein Rauchverbot auch im Freien, wenn nicht mindestens 2 Meter Abstand eingehalten werden können. Das Party-Verbot im Freien wird stärker kontrolliert. In mehreren Autonomen Gemeinschaften sind Zusammenkünfte von mehr als 6 Personen untersagt.

Spanische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe bis auf weiteres gesperrt. Das Flugangebot zwischen Deutschland und Spanien ist derzeit eingeschränkt. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln im innerspanischen Verkehr ist noch reduziert.

Portugal

Portugal ist inzwischen von Covid-19 stärker betroffen als zu Beginn der Pandemie und erlebt aktuell eine steigende Zahl an Neuinfektionen. Die Metropolregion Lissabon wurde deshalb als Risikogebiet eingestuft. Auch im Norden des Landes zeichnet sich derzeit ein hohes Infektionsgeschehen ab.

Einreisebeschränkungen aus Deutschland gibt es derzeit keine. Es müssen jedoch persönliche Angaben zum Zielort, zum Reisegrund und der Erreichbarkeit gemacht werden. Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen, bei mehr als 38 Grad Celsius ist mit weiteren Untersuchungen bis hin zu Quarantäne zu rechnen.

Restaurants sind momentan auch abends wieder geöffnet, Supermärkte schließen allerdings um 22 Uhr. Bars und Diskotheken bleiben ganz geschlossen. Im öffentlichen Raum darf kein Alkohol konsumiert werden. Auch bei Hotels ist mit Einschränkungen zu rechnen. Im öffentlichen Raum muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften gilt eine Maskenpflicht, bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

Die Strände sind unter bestimmten Auflagen geöffnet. Die portugiesische Umweltbehörde hat die App "Info Praia" entwickelt, die die Auslastung von Stränden anzeigt.

Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei nach Griechenland einreisen. Alle müssen sich aber spätestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus bestimmt auf Grundlage der eingegebenen Daten, ob bei der Einreise ein Corona-Test durchgeführt wird. Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels. Die Kosten übernimmt Griechenland. Außerdem werden Einreisende an Flughäfen und Häfen stichprobenartig Corona-Tests unterzogen.

Die Maskenpflicht gilt in allen geschlossenen Einrichtungen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten. In stärker frequentierten Regionen können die Regeln jedoch auch verschärft werden: So gilt in Athen und Thessaloniki oder auf Kreta Maskenpflicht sogar im Freien, Bars und Restaurants müssen dort um Mitternacht schließen. Masken müssen auf Fähren immer getragen werden - auch auf den offenen Decks. Zudem wird überall geraten, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen zu halten, auch an den Stränden. Hotels unterliegen strengen Hygieneregelungen. Griechenland ist von Coronavirus-Infektionen vergleichsweise wenig betroffen, vermeldet aber einen Anstieg der Fallzahlen - vor allem in Ballungsräumen wie Thessaloniki. Es gelten regionale Einschränkungen, etwa seit Ende August für Mykonos und Chalkidiki.

Frankreich

Wegen der hohen Fallzahlen gilt derzeit ganz Frankreich mit Ausnahme der Region Grand-Est als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt rät auch von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Französisch-Guyana, La Réunion, St. Martin und Guadeloupe dringend ab.

Reisende aus Deutschland können in den meisten Fällen nach wie vor nach Frankreich einreisen, Grenzkontrollen finden aber bis mindestens Oktober statt. Zuletzt sind die Corona-Fallzahlen in Frankreich wieder deutlich gestiegen. Die französische Regierung hat ihrerseits eine Reihe von Départements als Gebiete mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft, mit der Folge, dass die dortigen Behörden ausgewählte Bereiche des öffentlichen Lebens einschränken können.

Zuletzt verschärften etwa Paris, Nizza, Toulouse, Marseille und Aix-en-Provence ihre Coronavorschriften. So sollen in Paris private Zusammenkünfte von mehr als zehn Personen vermieden werden. In Marseille und Aix-en-Provence sowie im Überseegebiet Guadeloupe sind alle Gaststätten seit dem 28. September für zunächst zwei Wochen geschlossen.Aktuelle Informationen finden Sie hier.

In ganz Frankreich gilt eine Maskenpflicht für alle Menschen ab elf Jahren in öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Museen sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. In mehreren Städten und Gemeinden muss auch auf öffentlichen Plätzen und Straßen ein Mund-Nasen-Schutze getragen werden, zum Beispiel in Paris, Marseille, Toulouse und Straßburg.

Konzertsäle, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte sind derzeit noch geschlossen. Museen sind zum Teil wieder geöffnet, Sportanlagen nur mit Einschränkungen. Gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden.

Parks, öffentliche Grünanlagen, Strände, Sporthäfen sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich. Lokal können aber zusätzliche Beschränkungen oder Schließungen angeordnet werden. Dies ist angesichts derzeit hoher Verbreitungszahlen für Marseille, Bordeaux und Guadeloupe der Fall.

Campingplätze sowie Jugendherbergen sind geöffnet. Auch Jugendferienlager sind möglich.

Schweiz

Die Einreise in die Schweiz ist möglich, allerdings gelten die Kantone Genf und Waadt (Vaud) derzeit als Risikogebiete. Seit dem 6. Juli gilt für Menschen, die in die Schweiz aus Risikoländern einreisen grundsätzlich eine 10-tägige Quarantänepflicht: Touristen oder Reiserückkehrer müssen sich für diesen Zeitraum in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und ihre Einreise zudem innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde melden. Mit einem negativen PCR-Test kann die Quarantänepflicht nicht aufgehoben werden. Wer aus Deutschland kommt, ist von den Einschränkungen bisher nicht betroffen.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Seilbahnen vorgeschrieben. In Hotels, Restaurants oder Museen gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln - die Details regeln die Kantone unterschiedlich. Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in der Schweiz war zuletzt wieder gestiegen.

Türkei

Für die Türkei gilt grundsätzlich die Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Hiervon ausgenommen sind die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya in der Mittelmeerregion. Hier muss das von der türkischen Regierung verfügte Tourismus- und Hygienekonzept strikt eingehalten werden.

Das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen wird abgesehen davon aber weiter als Corona-Risikogebiet eingestuft. Daher müssen Türkei-Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Deutschland mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Ausnahmen können gemacht werden, wenn bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgelegt wird, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Kosten müssen die Reisenden tragen.

Bei Reisen in die Türkei wird am Flughafen die Temperatur gemessen. Bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden - das türkische Gesundheitsministerium entscheidet dann über das weitere Vorgehen wie zum Beispiel Quarantänemaßnahmen.

Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht, an den Stränden ein Sicherheitsabstand. In Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. In einigen Provinzen (u.a. Ankara, Izmir) wurden für Personen über 65 Jahren erneut Zugangsbeschränkungen zum öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens eingeführt, welche jedoch nach Provinz unterschiedlich ausgestaltet sind. Diese Regelungen gelten nicht für Touristen.

Skandinavien

Für Schweden gilt keine Reisewarnung mehr. Die schwedischen Grenzen sind für Deutsche offen - die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Auch eine Maskenpflicht besteht nicht: Hygiene- und Abstandsregeln sind grundsätzlich freiwillig, die Behörden bitten aber eindringlich um die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln.

Verbindliche Abstandsregeln gelten im öffentlichen Raum, so z.B. nur Tischbedienung in Restaurants, kein Barbetrieb. Freizeitparks und Museen haben teilweise geschlossen oder eingeschränkte Öffnungszeiten. Oft sind online Vorabbuchungen notwendig. Hotels und Campingplätze sowie Berghütten sind unter Einschränkungen offen.

Schweden war von Covid-19 zeitweise sehr stark betroffen, seit Juli gehen die Zahlen zurück. Regionale Schwerpunkte liegen derzeit in den Regionen Västmanland und Kronoberg.

Vor Reisen nach Norwegen wird vom Auswärtigen Amt abgeraten. Wer dennoch aus Deutschland nach Norwegen kommt, muss seit dem 29. August für zehn Tage in Quarantäne. Bei einer Einreise über einen Flughafen in einem von Norwegen als quarantänepflichtig eingestuften Gebiet - dazu zählen derzeit zum Beispiel Kopenhagen, Stockholm und Amsterdam - gilt ebenfalls die Quarantänepflicht, selbst wenn der Transitbereich des Flughafens nicht verlassen wurde.

In Norwegen gibt es keine Maskenpflicht, es wird aber darum gebeten, eine Masken in Situationen zu tragen, in denen der Abstand nicht eingehalten werden kann. Einschränkungen gibt es für Kreuzfahrtschiffe. Das Land war vom Coronavirus weniger betroffen, Schwerpunkt war die Region Oslo.

Seit dem 28. September 2020 gelten Einreisebeschränkungen für die Einreise aus Deutschland nach Finnland. Nicht notwendige, touristische Reisen nach Finnland sind dann nicht mehr gestattet. Für die Personengruppen, die noch einreisen dürfen (siehe Informationen des Grenzschutzes), gilt eine Pflicht zur 14-tägigen Selbstisolierung nach Einreise. Die Dauer der Selbstisolierung kann durch einen negativen Corona-Test verkürzt werden.

Nach Dänemark dürfen Deutsche derzeit einreisen. Das gilt auch für Reisende aus allen anderen Ländern, die epidemiologisch als sicher eingestuft werden. Aber: Jeder Einreisefall wird durch die Grenzbeamten im Rahmen ihres Ermessens geprüft und entschieden.

Nichtdänischen Staatsangehörigen, die deutliche Symptome von Covid-19 zeigen, beispielsweise Husten oder Fieber, wird die Einreise nach Dänemark unabhängig vom Grund verwehrt. Auch ist die Ankunft über Land nicht an allen Übergängen möglich, weitere Informationen gibt es beim Auswärtigen Amt.

Es wird empfohlen, für Situationen mit stärkerem Gedränge einen Mundschutz bei sich zu haben - eine Maskenpflicht besteht jedoch nicht flächendeckend. In stärker vom Virus betroffenen Gemeinden gilt teilweise eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gilt zudem ein Verbot von Versammlungen von mehr als 50 Personen. Restaurants dürfen bis 22 Uhr geöffnet haben. Auch in Dänemark sind die Infektionszahlen steigend.

Informationen über Reiseziele finden Sie auch auf dieser Seite der Europäischen Union.

(Stand: 04.10.2020)

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