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CoronavirusWie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern?

Badegäste liegen an einem Strand auf Mallorca. (Joan Mateu/AP/dpa)
Auch die Baleareninsel Mallorca gilt inzwischen als Corona-Risikigebiet. (Joan Mateu/AP/dpa)

Für die Herbst- und Weihnachtsferien planen viele einen Urlaub im europäischen Ausland. Das ist auch möglich, denn die Grenzen in Europa sind weitgehend offen. Für viele Länder gelten jedoch Reisewarnungen wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens und besondere Vorschriften für Reisende aus Deutschland. Eine Übersicht.

Eine Anlaufstelle für Urlauberinnen und Urlauber ist die Internetseite "Sicheres Reisen" des Auswärtigen Amts. Dort sind für viele Länder aktuelle Informationen über das Infektionsgeschehen verzeichnet. Die jüngsten Hinweise finden sich unter der Rubrik "Letzte Aktualisierung". Für den Einsatz von Smartphones bietet das Auswärtige Amt die App "Sicher Reisen" an. Reisende werden bei kritischen Situationen in ihrem Gastland automatisch informiert. Oftmals verweist das Auswärtige Amt dabei auf Informationsangebote der zuständigen Behörden im Gastland.

Eine Liste der aktuell zum Risikogebiet erklärten Städte, Länder und Staaten findet sich beim Robert Koch-Institut. Zurzeit stehen nur sechs Staaten in Europa überhaupt nicht darauf: Griechenland, Zypern, Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan (Stand 17.10.).

Die Niederlande

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung das gesamte Land zum Risikogebiet erklärt - und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen. Bei der Rückkehr aus Risikogebieten ist eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend.

Die Einreise in die Niederlande ist grundsätzlich möglich. Flugreisende müssen bereits am Startflughafen ein Formular ausfüllen, das unter anderem mit Covid-19 in Verbindung stehende Symptome abfragt. Wer solche Symptome aufweist, darf den Flug nicht antreten.

In der Öffentlichkeit müssen 1,5 Meter Abstand zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts gehalten werden. Im öffentlichen Raum gilt eine Maskenpflicht, in Teilen von Amsterdam und Rotterdam auch im Freien; Restaurants und Cafés sind geschlossen, die Abholung von Speisen bleibt unter Auflagen erlaubt.

Belgien

Als Risikogebiet wird mittlerweile ganz Belgien eingestuft. Das Land ist von Covid-19 im europäischen Vergleich eher stark betroffen. Das belgische Außenministerium wiederum stuft derzeit die Städte Berlin und Bremen als "rot" ein. Personen, die dort leben oder sich dort aufgehalten haben und nach Belgien reisen, unterliegen einer Quarantänepflicht von sieben Tagen. Frühestens am fünften Tag kann der verpflichtende PCR-Test erfolgen. Ist dieser negativ, endet die Quarantäne nach frühestens sieben Aufenthaltstagen. Ist er positiv, verlängert sich die Quarantäne um sieben weitere Tage ab Testergebnis.

Ausnahmen gelten bei unaufschiebbaren dienstlichen und privaten Anlässen (z.B. Beerdigungen). In diesem Fall müssen im Zeitraum der Teilnahme alle Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln strikt eingehalten werden. Für den Aufenthalt über den Anlass hinaus gilt Quarantäne - und bei Aufenthalten über 5 Tage hinaus auch Testpflicht.

Ausgenommen von Quarantäne- und Testpflicht sind Personen, die sich weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten und Personen, die sich vor ihrer Reise nach Belgien weniger als 48 Stunden in einer „roten Zone“ aufgehalten haben. Dauert der Aufenthalt in Belgien mehr als 48 Stunden, aber weniger als 7 Tage, besteht nur für den Zeitraum des Aufenthalts Quarantänepflicht.

Am Flughafen Brüssel erfolgen Temperaturmessungen bei allen Passagieren mit Wärmekameras. Zutritt wird bei über 38°C verweigert. Außerdem sind bis Mitte November alle Cafés und Restaurants geschlossen. Ausführliche Informationen der belgischen Behörden finden Sie hier.

Luxemburg

Auch Luxemburg gilt als Risikogebiet, weil die Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage seit einiger Zeit wieder deutlich überschritten wird. Restaurants, Gaststätten, Bars, Sport- und Kulturinstitute sind geöffnet, häufig muss jedoch reserviert werden. Im Freien und auf öffentlichen Plätzen dürfen höchstens zehn Menschen zusammenkommen, es gilt ein Mindestabstand von zwei Metern. Im öffentlichen Raum wird die Durchsetzung verstärkt kontrolliert.

Österreich

Auch in Österreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder angestiegen. Die deutsche Regierung hat deshalb die Bundesländer Wien, Tirol und Vorarlberg zum Risikogebiet erklärt. Ausnahmen gelten seit dem 2.10. für das Kleinwalstertal und die Gemeinde Jungholz. Daraus resultiert nach Einreise nach Deutschland ein verpflichtender kostenloser PCR-Test und eine Quarantäneverpflichtung.

Deutsche können nach und durch Österreich fahren. In Grenznähe finden jedoch stichprobenartige Kontrollen statt. Der grenzüberschreitende Flugverkehr ist weiterhin eingeschränkt. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr verläuft wieder im Regelbetrieb. Hotels, Restaurants sowie touristische Einrichtungen sind geöffnet.

Das Land hatte als Reaktion auf die gestiegenen Fallzahlen Ende Juli die Maskenpflicht verschärft. Sie gilt unter anderem in Supermärkten, in Bank- und Post-Filialen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxen, Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und im Innenbereich von Ausflugsschiffen.

Mittlerweile müssen Masken auch im Restaurant getragen werden und dürfen nur am Platz abgesetzt werden. Auch auf Märkten und Messen gilt inzwischen die Maskenpflicht. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesenen Sitzplatz muss ebenfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In einigen Orten Kärntens gilt abends eine generelle Maskenpflicht. Der Mindestabstand muss weiterhin beachtet werden - auch beim Baden und Wandern. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur noch zehn Teilnehmer erlaubt.

Italien

In Italien sind die Regionen Kampanien und Ligurien Risikogebiet. Im ganzen Land gilt weiterhin der Notstand. Reisende aus Deutschland müssen nicht in Quarantäne. Für einige Regionen wie Kalabrien, Apulien, Sardinien und Sizilien müssen sich Touristen vorab registrieren. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr kann es zu Gesundheitskontrollen kommen.

Hotels und Geschäfte dürfen unter Einhaltung strenger Infektionsschutz- und Hygieneauflagen wieder öffnen. Restaurants und Bars müssen um 24 Uhr schließen.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist in ganz Italien im öffentlichen Raum grundsätzlich vorgeschrieben. Eine Maske ist daher stets mitzuführen. Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Verstöße gegen die Tragepflicht können mit Geldstrafen geahndet werden.

Es gelten Abstandsregeln von 1- 2 Metern zwischen Personen. Es werden häufig Temperaturmessungen (meist mit Stirn-Scannern) vor dem Betreten von Behörden, Museen und Geschäften durchgeführt. Bei zu hoher Temperatur wird der Zutritt verwehrt und unter Umständen auch die staatliche Gesundheitsbehörde informiert. Für den Zutritt zu vielen Einrichtungen ist die Desinfektion der Hände Pflicht.

Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit im Land bestehen nicht. Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Tanzveranstaltungen aller Art sind bis auf weiteres ausgesetzt.

Kroatien

Die Länder der Balkanregion verzeichnen deutliche Anstiege bei den Corona-Neuinfektionen. Für Kroatien warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Hauptstadt Zagreb sowie in zahlreiche Gespanschaften.

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es weiterhin Einschränkungen. Der internationale Bus- und Zugverkehr wurde reduziert und erfordert daher gelegentlich mehrmaliges Umsteigen. Nationaler Bus- und Zugverkehr findet wieder statt. Der Fährverkehr zu den Inseln wird zuverlässig durchgeführt, allerdings in geringerer Frequenz.

Touristen wird grundsätzlich empfohlen, außerhalb der Unterkunft einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten zu halten und sich regelmäßig die Hände zu waschen; soziale Kontakte sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Es gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie für im Gastgewerbe tätige Personen. In der Gespanschaft Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen und für geschlossene Räume, in denen sich mehr als drei Personen befinden.

Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig stark eingeschränkt werden und ein Verlassen bzw. Betreten der Inseln nicht möglich ist. Eine Quarantäne-Pflicht besteht für Einreisende aus Deutschland nicht, Reisende müssen aber erklären, wo sie sich aufhalten werden.

Slowenien

Slowenien hat das Nachbarland Kroatien von der Liste der sicheren Länder gestrichen. Urlauber aus Deutschland, die mit dem Auto unterwegs sind, sollten dies beachten: Sie müssen Slowenien von Kroatien kommend innerhalb von zwölf Stunden durchfahren und dürfen nur zum Tanken anhalten. Bei einem längeren Aufenthalt kann es Auflagen in Form von Quarantäne geben. Das gilt auch für die Einreise nach Slowenien nach einem Aufenthalt in Bosnien und Herzegowina, im Kosovo, Nordmazedonien oder Serbien. In Slowenien gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Folgende Regionen gelten als Risikogebiet: Gorenjska inklusive Hauptstadt Ljubljana, Jugovzhodna Slovenija, Koroška, Osrednjeslovenska, Primorsko-Notranjska, Podravska, Pomurska, Savinjska und Zasavska.

Spanien und die Balearen

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen nach ganz Spanien. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein kostenloser verpflichtender PCR-Test und eine Quarantäneverpflichtung. Auch andere europäische Staaten haben Spanien oder Teile davon zum Risikogebiet erklärt.

In der spanischen Hauptstadt Madrid und dem Umland wurden drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen. Bewohner von besonders betroffenen Vierteln dürfen diese nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, zum Arzt oder die Kinder zur Schule bringen. Parks und öffentliche Plätze wurden gesperrt.

Im ganzen Land gilt für alle ab sechs Jahren Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in öffentlichen Gebäuden. Wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht gewahrt werden kann - zum Beispiel an vollen Strandpromenaden - muss man auch im Freien eine Maske tragen. In einigen Städten und Regionen herrscht eine generelle Maskenpflicht, unter anderem in der Hauptstadt Madrid. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen von etwa 100 Euro geahndet.

Diskotheken und Nachtbars sind geschlossen, Gastronomiebetriebe müssen spätestens um 1 Uhr schließen. Die Lokale am Ballermann auf Mallorca mussten nach zahlreichen Verstößen gegen die Auflagen wieder schließen. Es gilt ein Rauchverbot auch im Freien, wenn nicht mindestens 2 Meter Abstand eingehalten werden können. Das Party-Verbot im Freien wird stärker kontrolliert. In mehreren Autonomen Gemeinschaften sind Zusammenkünfte von mehr als sechs Personen untersagt.

Spanische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe bis auf weiteres gesperrt. Das Flugangebot zwischen Deutschland und Spanien ist derzeit eingeschränkt. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln im innerspanischen Verkehr ist noch reduziert.

Portugal

Portugal ist inzwischen von Covid-19 stärker betroffen als zu Beginn der Pandemie und erlebt aktuell eine steigende Zahl an Neuinfektionen. Die Metropolregion Lissabon sowie die Region Norte inklusive der Stadt Porto wurden deshalb als Risikogebiet eingestuft.

Einreisebeschränkungen aus Deutschland gibt es derzeit keine. Es müssen jedoch persönliche Angaben zum Zielort, zum Reisegrund und der Erreichbarkeit gemacht werden. Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen, bei mehr als 38 Grad Celsius ist mit weiteren Untersuchungen bis hin zu Quarantäne zu rechnen.

Restaurants sind momentan auch abends wieder geöffnet, Supermärkte schließen allerdings um 22 Uhr. Bars und Diskotheken bleiben ganz geschlossen. Im öffentlichen Raum darf kein Alkohol konsumiert werden. Auch bei Hotels ist mit Einschränkungen zu rechnen. Im öffentlichen Raum muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften gilt eine Maskenpflicht, bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

Die Strände sind unter bestimmten Auflagen geöffnet. Die portugiesische Umweltbehörde hat die App "Info Praia" entwickelt, die die Auslastung von Stränden anzeigt.

Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei nach Griechenland einreisen. Alle müssen sich aber spätestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus bestimmt auf Grundlage der eingegebenen Daten, ob bei der Einreise ein Corona-Test durchgeführt wird. Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels. Die Kosten übernimmt Griechenland. Außerdem werden Einreisende an Flughäfen und Häfen stichprobenartig Corona-Tests unterzogen.

Die Maskenpflicht gilt in allen geschlossenen Einrichtungen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten. In stärker frequentierten Regionen können die Regeln jedoch auch verschärft werden: So gilt in Athen und Thessaloniki oder auf Kreta Maskenpflicht sogar im Freien, Bars und Restaurants müssen dort um Mitternacht schließen. Masken müssen auf Fähren immer getragen werden - auch auf den offenen Decks. Zudem wird überall geraten, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen zu halten, auch an den Stränden. Hotels unterliegen strengen Hygieneregelungen. Griechenland ist von Coronavirus-Infektionen vergleichsweise wenig betroffen, vermeldet aber einen Anstieg der Fallzahlen - vor allem in Ballungsräumen wie Thessaloniki. Es gelten regionale Einschränkungen, etwa seit Ende August für Mykonos und Chalkidiki.

Frankreich

Wegen der hohen Fallzahlen gilt derzeit ganz Frankreich als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt rät auch von nicht notwendigen touristischen Reisen nach Französisch-Guyana, La Réunion, St. Martin und Guadeloupe dringend ab.

Reisende aus Deutschland können in den meisten Fällen nach wie vor nach Frankreich einreisen, Grenzkontrollen finden aber statt. Zuletzt sind die Corona-Fallzahlen in Frankreich wieder deutlich gestiegen. Die französische Regierung hat ihrerseits eine Reihe von Départements als Gebiete mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft, mit der Folge, dass die dortigen Behörden ausgewählte Bereiche des öffentlichen Lebens einschränken können.

Im Großraum Paris und in Grenoble, Lille, Lyon, Marseille, Aix-en-Provence, Saint-Etienne, Rouen und Toulouse gilt eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr morgens.

In ganz Frankreich gilt eine Maskenpflicht für alle Menschen ab elf Jahren in öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Museen sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. In mehreren Städten und Gemeinden muss auch auf öffentlichen Plätzen und Straßen ein Mund-Nasen-Schutze getragen werden, zum Beispiel in Paris, Marseille, Toulouse und Straßburg.

Konzertsäle, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte sind derzeit noch geschlossen. Museen sind zum Teil wieder geöffnet, Sportanlagen nur mit Einschränkungen. Gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden.

Parks, öffentliche Grünanlagen, Strände, Sporthäfen sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich. Lokal können aber zusätzliche Beschränkungen oder Schließungen angeordnet werden. Dies ist angesichts derzeit hoher Verbreitungszahlen für Marseille, Bordeaux und Guadeloupe der Fall.

Campingplätze sowie Jugendherbergen sind geöffnet. Auch Jugendferienlager sind möglich.

Schweiz

Die Einreise in die Schweiz ist möglich, allerdings gelten die Kantone Genf, Waadt (Vaud), Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug derzeit als Risikogebiete. Seit dem 6. Juli gilt für Menschen, die in die Schweiz aus Risikoländern einreisen, grundsätzlich eine 10-tägige Quarantänepflicht: Touristen oder Reiserückkehrer müssen sich für diesen Zeitraum in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und ihre Einreise zudem innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde melden. Mit einem negativen PCR-Test kann die Quarantänepflicht nicht aufgehoben werden. Wer aus Deutschland kommt, ist von den Einschränkungen bisher nicht betroffen.

Ein Mund-Nasen-Schutz ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Seilbahnen vorgeschrieben. In Hotels, Restaurants oder Museen gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln - die Details regeln die Kantone unterschiedlich. Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in der Schweiz war zuletzt wieder gestiegen.

Türkei

Für die Türkei gilt grundsätzlich die Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Hiervon ausgenommen sind die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya in der Mittelmeerregion. Hier muss das von der türkischen Regierung verfügte Tourismus- und Hygienekonzept strikt eingehalten werden.

Das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen wird abgesehen davon aber weiter als Corona-Risikogebiet eingestuft. Daher müssen Türkei-Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Deutschland mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Ausnahmen können gemacht werden, wenn bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgelegt wird, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Kosten müssen die Reisenden tragen.

Bei Reisen in die Türkei wird am Flughafen die Temperatur gemessen. Bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden - das türkische Gesundheitsministerium entscheidet dann über das weitere Vorgehen wie zum Beispiel Quarantänemaßnahmen.

Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht, an den Stränden ein Sicherheitsabstand. In Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. In einigen Provinzen (u.a. Ankara, Izmir) wurden für Personen über 65 Jahren erneut Zugangsbeschränkungen zum öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens eingeführt, welche jedoch nach Provinz unterschiedlich ausgestaltet sind. Diese Regelungen gelten nicht für Touristen.

Schweden

Für die schwedische Hauptstadt Stockholm sowie die Regionen Jämtland, Uppsala und Örebro gibt es eine Reisewarnung. Die Grenzen sind für Deutsche offen - die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Auch eine Maskenpflicht besteht nicht: Hygiene- und Abstandsregeln sind grundsätzlich freiwillig, die Behörden bitten aber eindringlich um die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln.

Im öffentlichen Raum gelten verbindliche Abstandsregeln. So gibt es zum Beispiel in Restaurants nur eine Bedienung am Tisch und keinen Barbetrieb. Freizeitparks und Museen haben teilweise geschlossen oder eingeschränkte Öffnungszeiten. Oft sind Online-Vorabbuchungen notwendig. Hotels und Campingplätze sowie Berghütten sind unter Einschränkungen offen.

Norwegen

Vor Reisen nach Norwegen wird vom Auswärtigen Amt abgeraten. Wer dennoch aus Deutschland nach Norwegen kommt, muss seit dem 29. August für zehn Tage in Quarantäne. In Norwegen gibt es keine Maskenpflicht, es wird aber darum gebeten, eine Maske in Situationen zu tragen, in denen der Abstand nicht eingehalten werden kann. Einschränkungen gibt es für Kreuzfahrtschiffe.

Finnland

Die Region Österbotten ist Risikogebiet. Außerdem gelten derzeit Beschränkungen für die Einreise aus Deutschland. Nicht notwendige touristische Reisen nach Finnland sind nicht mehr gestattet. Für die Personengruppen, die noch einreisen dürfen (siehe Informationen des Grenzschutzes), gilt eine Pflicht zur 14-tägigen Selbstisolierung nach Einreise. Die Dauer der Selbstisolierung kann durch einen negativen Corona-Test verkürzt werden.

Dänemark

Die Region Hovedstaden inklusive der Hauptstadt Kopenhagen ist Risikogebiet. Nach Dänemark dürfen Deutsche derzeit einreisen. Das gilt auch für Reisende aus allen anderen Ländern, die epidemiologisch als sicher eingestuft werden. Aber: Jeder Einreisefall wird durch die Grenzbeamten im Rahmen ihres Ermessens geprüft und entschieden.

Nicht-dänischen Staatsangehörigen, die deutliche Symptome von Covid-19 zeigen - beispielsweise Husten oder Fieber - wird die Einreise nach Dänemark unabhängig vom Grund verwehrt. Auch ist die Ankunft über Land nicht an allen Übergängen möglich, weitere Informationen gibt es beim Auswärtigen Amt.

Es wird empfohlen, für Situationen mit stärkerem Gedränge einen Mundschutz bei sich zu haben - eine Maskenpflicht besteht jedoch nicht flächendeckend. In stärker vom Virus betroffenen Gemeinden gilt teilweise eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gilt zudem ein Verbot von Versammlungen von mehr als 50 Personen. Restaurants dürfen bis 22 Uhr geöffnet haben. Auch in Dänemark sind die Infektionszahlen steigend.

Informationen über Reiseziele finden Sie auch auf dieser Seite der Europäischen Union.

(Stand: 17.10.2020)

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