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CoronavirusWie, wann und wo kann ich mich impfen lassen?

Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einer Dame zur Impfung an. In der Spritze befindet sich kein Impfstoff. Im sich noch im Aufbau befindlichen Impfzentrum in der Bamberger Brose Arena wurden bereits (picture alliance / dpa / Nicolas Armer)
In den Impfzentren wie hier in Bamberg werden aktuell noch Probedurchläufe simuliert. (picture alliance / dpa / Nicolas Armer)

Die groß angelegten Corona-Schutzimpfungen in Deutschland haben begonnen. Termine lassen sich derzeit allerdings noch nicht überall ausmachen. Wer zuerst zum Zuge kommt und was bereits über das Verfahren bekannt ist, haben wir hier zusammengefasst.

Wer wird zuerst geimpft?

Noch liegt nicht genügend Impfstoff vor, um alle Menschen direkt impfen zu können. Deswegen wurde nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission eine Reihenfolge festgelegt. Menschen, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs hoch ist sowie Menschen mit einer hohen Ansteckungsgefahr aus beruflichen Gründen, sollen zuerst die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen. Fast die Hälfte der bundesweit etwa 800.000 Pflegeheimbewohner hat bislang die zweite Impfung gegen das neue Coronavirus erhalten, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Schritt für Schritt soll die Impfung der gesamten Bevölkerung offen stehen - zunächst in speziellen Impfzentren. Es wird nicht über die Hausarztpraxen geimpft.

Wann komme ich zum Zuge?

In allen Bundesländern sind die Impfzentren einsatzbereit. Eine Terminvereinbarung wird durch die Länder geregelt. In verschiedenen Bundesländern kommen neben einer Hotline auch weitere Möglichkeiten der Terminvergabe hinzu - etwa über eine Homepage oder per App. Auf der Seite impfterminservice.de lassen sich in der Online-Terminbuchung bisher die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen-Anhalt auswählen. Das bedeutet jedoch noch nicht automatisch, dass sich dort auch Termine ausmachen lassen. Die allgemeine Informations-Hotline ist unter 116 117 erreichbar, teilweise werden darüber auch Terminvereinbarungen getroffen. Weitere Informationen gibt es auf den unten verlinkten Seiten der Bundesländer.

Übersicht zur Terminvergabe für eine Corona-Schutzimpfung in den einzelnen Ländern:

Baden-Württemberg: Termine lassen sich über eine zentrale Plattform sowie über die Telefonnummer 116 117 ausmachen. Personalisierte Einladungen erfolgten nicht, heißt es auf einer Informationsseite des Landes. Bürgerinnen und Bürger würden etwa über Priorisierung und Terminvergabe durch Öffentlichkeitsarbeit informiert, beispielsweise über das Landesportal Baden-Württemberg.de.
(Stand: 17.2.)

Bayern: Die Terminvergabe erfolgt laut bayerischem Gesundheitsministerium über die direkte Telefonnummer des jeweiligen Impfzentrums. Hierfür gibt es eine Suchfunktion auf den Seiten des bayerischen Gesundheitsministeriums. Eine weitere Möglichkeit biete die Online-Anmeldung sowie die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116 117.
(Stand: 17.2.)

Berlin: Die Terminvergabe erfolgt nur nach schriftlicher Einladung per Brief. Alle nötigen Informationen seien in dem Schreiben enthalten, heißt es auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung. In Berlin erfolge keine Terminvergabe über die Nummer 116 117.
(Stand: 17.2.)

Brandenburg: Wie das Land mitteilt, ist seit dem 4. Januar ein Call-Center für die Terminvergabe eingerichtet - man erreicht es unter 116 117. Bisher wurden elf Impfzentren in Brandenburg eröffnet, in denen sich die Brandenburger gegen das Coronavirus impfen lassen können.
(Stand: 17.2.)

Bremen: Bürgerinnen und Bürger, die impfberechtigt sind, erhalten eine Einladung zur Terminvereinbarung per Post, so die Bremer Verwaltung. 21.103 Menschen wurden bereits geimpft. Das Impfzentrum dürfe keinesfalls ohne Termin aufgesucht werden, heißt es.
(Stand: 17.2.)

Hamburg: Derzeit impfberechtigt sind Bewohner und Beschäftigte in Pflegeheimen sowie Beschäftigte bei ambulanten Pflegediensten und Menschen über 80. Termine können unter 116 117 oder online hier vereinbart werden.
(Stand: 17.2.)

Hessen: Seit dem 12. Januar können sich über 80-Jährige in Hessen für einen Impftermin anmelden. Die Vergabe der Termine läuft über die Nummer 116 117 oder online hier.
(Stand: 17.2.)

Mecklenburg-Vorpommern: Seit Anfang Januar werde in den entsprechenden Zentren geimpft, heißt es auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit. Wer dafür in Frage komme, werde per Post informiert. Wer die Einladung erhalten habe, könne mit dem Impf-Zentrum unter der Nummer 0385 2027 1115 einen Termin vereinbaren. Über die Hotline findet keine Impf-Beratung statt.
(Stand: 17.2.)

Niedersachsen: Seit Mitte Dezember gibt es eine allgemeine Impf-Hotline: 0800 99 88 665. Anmeldung zu Terminen im Impfzentrum sind seit dem 28. Januar 2021 möglich. Personen, die 80 Jahre und älter sind, haben hierzu ein Schreiben mit den notwendigen Informationen erhalten, heißt es auf der Homepage. Eine Anmeldung soll telefonisch und über ein Onlineportal möglich sein.
(Stand: 17.2.)

Nordrhein-Westfalen: Die Impfzentren haben am 8. Februar 2021 ihren Betrieb aufgenommen, heißt es vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium. Das war eine Woche später als geplant, Grund für die Verschiebung ist eine verzögerte Lieferung der Impfstoffe. Eine Impfung in den Zentren sei nur mit Termin möglich, zunächst für Personen, die 80 Jahre oder älter sind. Die Terminvereinbarung starteten am 25. Januar - telefonisch (0800 116 117-01 für das Rheinland und 0800 116 117-02 für Westfalen) und online.
(Stand: 17.2.)

Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz hat nach eigenen Angaben am 7. Januar mit den Impfungen begonnen. Die Terminvergabe erfolge entweder telefonisch über die Nummer 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de. Dort erhalte man die Daten für die erste und zweite Impfung in einem Zentrum in der Nähe sowie einen Aufklärungsbogen.
(Stand: 17.2.)

Saarland: Hier sind zwei Wege zur Terminvereinbarung angedacht - per Hotline unter 0800 999 1599 und über ein Online-Portal.
(Stand: 17.2.)

Sachsen: Auf einer Internetseite des Freistaats heißt es, die Termine zur Impfung würden an entsprechend priorisierte Personengruppen je nach Verfügbarkeit vergeben. Die Vergabe erfolge über eine zentrale Hotline (0800 0899 089) oder online.
(Stand: 17.2.)

Sachsen-Anhalt: Das Land vergibt seit dem 11. Januar Termine für die Corona-Impfung von Einzelpersonen. Die Regierung Sachsen-Anhalts teilte mit, eine Anmeldung sei telefonisch über 116 117 und online möglich.
(Stand: 17.2.)

Schleswig-Holstein: Seit dem 29.12. können sich berechtigte Personen zu Impfungen in vorerst 15 Impfzentren in Schleswig-Holstein anmelden. Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit des Impfstoffes sei in den Impfzentren nur eine begrenzte Anzahl an Terminen zu vergeben, heißt es auf der Homepage. Schleswig-Holstein verweist dabei auf die Nummer 800 455 6550 und die Internetseite www.impfen-sh.de. Per Post wird derzeit zudem ein Schreiben mit einer Telefonnummer und einem persönlichen Pin-Code an über 80-Jährige verschickt. Diese Schreiben werden in verschiedenen Tranchen mit leichtem zeitlichen Versatz ab Ende Januar verschickt, hieß es. Damit könnten sich Seniorinnen und Senioren ab dem 1. Februrar ohne Zeitdruck telefonisch für einen Impftermin registrieren lassen.
(Stand: 17.2.)

Thüringen: Am 13. Januar begannen die eingerichteten Zentren mit den Impfungen. Termine können online über das Terminvergabe-Portal oder per Telefon (03643 4950 490) vereinbart werden. Die Terminvergabe gilt ausschließlich für Personen mit Wohnsitz in Thüringen.
(Stand: 17.2.)

Wie läuft die Impfung ab?

Am Tag der Impfung werden Patienten nach der Anmeldung vom medizinischen Personal über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Zu dem Termin müssen die Terminbestätigung, der Impfpass und medizinisch relevante Unterlagen mitgebracht werden, zum Beispiel, wenn Vorerkrankungen vorliegen oder eine besondere medizinische Indikation zu beachten ist.

Nordrhein-Westfalen bietet beispielsweise ein Merkblatt zum Download an, auch andere Länder haben ähnliche Angebote. Die Impfung wird von ärztlichem Personal durchgeführt. Anschließend müssen Patienten 30 Minuten warten, ehe sie die Heimreise antreten dürfen. Nach wenigen Wochen steht dann die zweite Impfung an.

(Stand: 17.2.2021)

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