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Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin und blickt auf sein Handy. (imago/Emmanuele Contini)
Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin. (imago/Emmanuele Contini)

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 7.334 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Zahl liegt damit um 696 höher als die gestern gemeldeten Zahlen. Der bisherige Höchststand von Anfang April wurde gestern übetroffen.

Die jetzigen Werte sind aber nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Rechnerisch sind derzeit mehr als 51.000 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden 24 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, deren Tod in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird liegt damit in Deutschland bei 9.734.

Insgesamt ist damit laut RKI die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr auf 348.557 gestiegen. (Stand 16.10., 6:30h).

Die Johns-Hopkins-University, die häufiger aktualisierte Daten veröffentlicht und verschiedene Quellen dafür nutzt, meldet für Deutschland 352.107 bestätigte Fälle. Diesen Daten zufolge sind 9.733 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand: 16.10., 6:30 Uhr).

Das RKI weist darauf hin, dass die übermittelten und ausgewiesenen Fallzahlen den Verlauf der Neuerkrankungen nicht vollständig widerspiegelten, da es unterschiedlich lange dauere, bis es nach dem Erkrankungsbeginn "zu einer Covid-19-Diagnose, zur Meldung und zur Übermittlung des Falls an das RKI" komme. Hier erklären wir, wie wir mit den Zahlen umgehen.

Testzahlen stagnieren - Positivquote steigt

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. In der Kalenderwoche 41 fielen demnach 2,48 Prozent der Tests positiv aus. In der Woche zuvor waren es 1,64. Insgesamt wurden dem RKI in der Kalenderwoche 41 gut 1.167.000 durchgeführte Tests übermittelt (Vorwoche: rund 1.096.000). Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Die Lage in den Bundesländern

Mit 584 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wurde weiterhin in Bayern die höchste Zahl an Infektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl festgestellt. Danach folgen Berlin (547) und Baden-Württemberg (517), sowie Hamburg (511), Bremen (495) und Nordrhein-Westfalen (480). Die wenigsten Fälle gibt es demnach in Mecklenburg-Vorpommern (99).

In absoluten Zahlen hat Nordrhein-Westfalen laut RKI mit
86.315 bestätigten Infektionen (1.936 Tote) die meisten Fälle. In Bayern wurden bisher 76.680 Infektionen bestätigt (2.702 Tote). An dritter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 57.455 erfassten laborbestätigten Infektionen (1.920 Tote), dann folgt mit relativ großem Abstand Niedersachsen mit 24.724 Infektionen (710 Tote). Die geringsten Zahlen weist laut RKI Mecklenburg-Vorpommern auf (1.590 Infektionen/20 Tote) (Stand: 16.10., 6:30 Uhr).

In fünf Bundesländern hohe 7-Tages-Inzidenz

In seinem Lagebericht (15.10.) weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass es bundesweit in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche gibt, die unter anderem mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen in Zusammenhang stehen.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI in den Bundesländern Berlin und Bremen sehr deutlich, in Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland deutlich und in Baden-Württemberg leicht über dem bundesweiten Durchschnittswert(Stand: 15.10.)

Bundesweit lag die Inzidenz der letzten 7 Tage bei 34,1 Fällen pro 100.000 Einwohner. In Berlin Neukölln, in Berlin Mitte, im Landkreis Bitburg-Prüm, und im Landkreis Sankt Wendel lag die Inzidenz bei mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohner. In 56 Kreisen bzw. Bezirken überschritt der Wert die als kritisch eingestufte Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohner, darunter weitere Berliner Bezirke sowie Frankfurt am Main, Köln, Hamm, Bremen, Stuttgart und München. In 125 Kreisen lag die 7-Tage-Inzidenz bei mehr als 25 Fällen pro 100.000 Einwohner. (Stand 15.10.)

Derzeit keine Engpässe bei Intensivbetten

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen - auch mit Covid-19-Fällen. Derzeit werden im Register fast 30.250 Intensivbetten gemeldet, von denen etwa 8.720 frei sind (29 Prozent). Innerhalb von sieben Tagen könnten zudem mehr als 12.300 Intensivbetten zusätzlich aufgebaut werden. (Stand 16.10.)

Auf Intensivstationen liegen aktuell 655 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Von ihnen müssen 399 beatmet werden (Stand 15.10.). Dem Lagebericht des RKI zufolge sind bisher etwa 23 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten verstorben. (Stand 13.10.)

Geringer Anteil an Hospitalisierungen

Immer im Laufe des ienstags macht das Robert Koch-Institut in seinem Lagebericht auch Angaben zur Hospitalisierung, also zu Infizierten, die ins Krankenhaus müssen. In Kalenderwoche 41 waren das 1005 Personen und damit etwa sechs Prozent. Der Alterdurchschnitt der Infizierten lag bei 38 Jahren. Zum Vergleich: In der Woche mit dem höchsten Hospitalisierungsanteil (22 Prozent in KW 16) lag der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren.

Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt nach RKI-Angaben kontinuierlich unter 1% und habe damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr deutlich abgenommen.

Beides spiegelt die Tatsache wider, dass der Altersdurchschnitt auch bei den Infektionen seit der ersten Hochphase im April deutlich gesunken ist. Das RKI warnt allerdings: "Bei stärkerer Verbreitung in höheren Altersgruppen muss weiterhin mit vermehrten schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden".

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 16.10.)
+ Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg der Neuinfektionen? (Stand: 09.10)
+ Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.)
+ Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10)
+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 07.10.)
+ Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.)
+ Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.)
+ Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.)
+ Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.)
+ Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.)
+ Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.)
+ "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

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+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09)
+ Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.)
+ Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 07.10.)
+ Reiseplanung: Wie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern? (Stand 04.10.)
+ Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.)

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