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Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin und blickt auf sein Handy. (imago/Emmanuele Contini)
Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin. (imago/Emmanuele Contini)

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 4.325 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Zahl liegt damit um 1.262 niedriger als die gestern gemeldeten Zahlen. An Montagen wie auch an Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.
Im Vergleich zu den 2.467 Infektionen am Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Rechnerisch sind derzeit etwa 61.710 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden 12 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, deren Tod in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird liegt damit in Deutschland bei 9.789.

Insgesamt ist damit laut RKI die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr auf 366.299 gestiegen. (Stand 19.10., 6:30 Uhr).

Die Johns-Hopkins-University, die häufiger aktualisierte Daten veröffentlicht und verschiedene Quellen dafür nutzt, meldet für Deutschland 368.671 bestätigte Fälle. Diesen Daten zufolge sind 9.794 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand: 19.10., 6:30 Uhr).

Das RKI weist darauf hin, dass die übermittelten und ausgewiesenen Fallzahlen den Verlauf der Neuerkrankungen nicht vollständig widerspiegelten, da es unterschiedlich lange dauere, bis es nach dem Erkrankungsbeginn "zu einer Covid-19-Diagnose, zur Meldung und zur Übermittlung des Falls an das RKI" komme. Hier erklären wir, wie wir mit den Zahlen umgehen.

Testzahlen stagnieren - Positivquote steigt

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. In der Kalenderwoche 41 fielen demnach 2,48 Prozent der Tests positiv aus. In der Woche zuvor waren es 1,64. Insgesamt wurden dem RKI in der Kalenderwoche 41 gut 1.167.000 durchgeführte Tests übermittelt (Vorwoche: rund 1.096.000). Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Die Lage in den Bundesländern

Mit 607 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wurde weiterhin in Bayern die höchste Zahl an Infektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl festgestellt. Danach folgen Berlin (584) und Baden-Württemberg (541), sowie Hamburg (536), Bremen (527), Nordrhein-Westfalen (504) und das Saarland (447). Die wenigsten Fälle gibt es demnach in Mecklenburg-Vorpommern (106).

In absoluten Zahlen hat Nordrhein-Westfalen laut RKI mit
90.544 bestätigten Infektionen (1.946 Tote) die meisten Fälle. In Bayern wurden bisher 79.735 Infektionen bestätigt (2.714 Tote). An dritter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 60.053 erfassten laborbestätigten Infektionen (1.932 Tote), dann folgt mit relativ großem Abstand Niedersachsen mit 25.852 Infektionen (713 Tote). Die geringsten Zahlen weist laut RKI Mecklenburg-Vorpommern auf (1.705 Infektionen/21 Tote) (Stand: 19.10., 6:30 Uhr).

In fünf Bundesländern hohe 7-Tages-Inzidenz

In seinem Lagebericht (18.10.) weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass es bundesweit in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche gibt, die unter anderem mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen in Zusammenhang stehen.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI in Berlin und Bremen sehr deutlich, in Hessen, Nordrhein-Westfalen
und dem Saarland deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert. Die Anzahl der Landkreise mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz von insgesamt mehr als 25 Fällen pro 100.000 Einwohnern steigt weiter an, auf mittlerweile 253 Stadt- und Landkreise. Davon liegen 17 Kreise bei einer Inzidenz von mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohner, 76 über der als kritisch eingestufte Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohner - darunter die Großstädte Frankfurt am Main, Köln, Hamm, Bremen, Stuttgart und München.

Bundesweit lag die Inzidenz der letzten 7 Tage bei 42,9 Fällen pro 100.000 Einwohner (Stand: 18.10.).

Derzeit keine Engpässe bei Intensivbetten

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen - auch mit Covid-19-Fällen. Derzeit werden im Register mehr als 30.000 Intensivbetten gemeldet, von denen etwa 9.370 frei sind (31 Prozent). (Stand 19.10.)

Auf Intensivstationen liegen aktuell 730 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Von ihnen müssen 354 beatmet werden. Dem Lagebericht des RKI zufolge sind bisher etwa 23 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten verstorben. (Stand 18.10.)

Geringer Anteil an Hospitalisierungen

Das Robert Koch-Institut macht in seinem Lagebericht auch Angaben zur Hospitalisierung, also zu Infizierten, die ins Krankenhaus müssen. In Kalenderwoche 41 waren das 1005 Personen und damit etwa sechs Prozent. Der Alterdurchschnitt der Infizierten lag bei 38 Jahren. Zum Vergleich: In der Woche mit dem höchsten Hospitalisierungsanteil (22 Prozent in KW 16) lag der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren.

Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt nach RKI-Angaben kontinuierlich unter 1% und habe damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr deutlich abgenommen.

Beides spiegelt die Tatsache wider, dass der Altersdurchschnitt auch bei den Infektionen seit der ersten Hochphase im April deutlich gesunken ist. Das RKI warnt allerdings: "Bei stärkerer Verbreitung in höheren Altersgruppen muss weiterhin mit vermehrten schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden".

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 19.10.)
+ Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg der Neuinfektionen? (Stand: 09.10)
+ Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.)
+ Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10)
+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 07.10.)
+ Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19?
+ Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.)
+ Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

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+ Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.)
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+ Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.)

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