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Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin und blickt auf sein Handy. (imago/Emmanuele Contini)
Ein Jugendlicher steht mit Mundschutzmaske auf einem S-Bahnsteig in Berlin. (imago/Emmanuele Contini)

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 22.964 erfasste Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Das sind rund 500 Fälle mehr als vor einer Woche. Der bisherige Höchststand war gestern mit mehr als 23.600 Neuinfektionen erreicht worden. Wie aus den Angaben auf der Internetseite des RKI hervorgeht, stiegt die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, um 254 auf 13.884. Insgesamt ist laut RKI die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr auf 902.528 gestiegen.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Auch in den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Tests weiter an, allerdings auch der Anteil der positiven Ergebnisse (siehe auch positive Tests weiter unten).

(Stand 21.11., 6:30 Uhr).

Die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, lag in Deutschland laut RKI gestern bei 1,05. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag zuletzt bei 1,05 - ein leichter Anstieg. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. In den vergangenen Wochen war der täglich genannte R-Wert allerdings häufig nachträglich nach oben korrigiert worden.

Die Johns-Hopkins-University, die häufiger aktualisierte Daten veröffentlicht und verschiedene Quellen dafür nutzt, meldet für Deutschland 914.118 bestätigte Fälle. Diesen Daten zufolge sind 13.918 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand: 21.11., 6:30 Uhr).

Das RKI weist darauf hin, dass die übermittelten und ausgewiesenen Fallzahlen den Verlauf der Neuerkrankungen nicht vollständig widerspiegelten, da es unterschiedlich lange dauere, bis es nach dem Erkrankungsbeginn "zu einer Covid-19-Diagnose, zur Meldung und zur Übermittlung des Falls an das RKI" komme. Hier erklären wir, wie wir mit den Zahlen umgehen.

Hohe Testzahlen - Positivquote steigt

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. In der Kalenderwoche 46 fielen demnach 9,0 Prozent der Tests positiv aus. In der Woche zuvor waren es 7,88, in der Woche davor 7,16 Prozent. Allerdings wurden laut RKI in der KW 46 die Testkriterien geändert, daher seien die Daten nicht direkt mit Vorwochen vergleichbar. Insgesamt wurden dem RKI in der Kalenderwoche 46 gut 1.260.000 durchgeführte Tests übermittelt (Vorwoche: gut 1.565.000). Zuletzt waren einige Labore an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Die Lage in den Bundesländern

Mit 1.419 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wurde im Verlauf der Pandemie bisher in Berlin die höchste Zahl an Infektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl festgestellt. Danach folgen Bremen (1.284), Bayern (1.283), und Nordrhein-Westfalen (1.208). Die wenigsten Fälle gab es demnach bislang in Mecklenburg-Vorpommern (297).

In absoluten Zahlen hat Nordrhein-Westfalen laut RKI mit 227.783 bestätigten Infektionen (2.943 Tote) die meisten Fälle. In Bayern wurden bisher 177.522 Infektionen bestätigt (3.387 Tote). An dritter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 129.905 erfassten laborbestätigten Infektionen (2.436 Tote), dann folgt mit relativ großem Abstand Hessen mit 74.368 Infektionen (1.010 Tote). Die geringsten Zahlen weist laut RKI Mecklenburg-Vorpommern auf (5.064 Infektionen/53 Tote) (Stand: 21.11., 07:00 Uhr).

Sieben-Tage-Inzidenz in 18 Kreisen über 250

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI in den Bundesländern Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen über dem bundesweiten Durchschnittswert. Die Anzahl der Landkreise mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz von insgesamt mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt bei 267 Stadt- und Landkreisen. Davon übersteigen 18 Kreise den Wert von 250 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Bundesweit lag die Inzidenz der letzten 7 Tage zuletzt bei 139 Fällen pro 100.000 Einwohner (Stand: 21.11.).

Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen - auch mit Covid-19-Fällen. Die Zahlen steigen seit einigen Wochen deutlich. Derzeit werden im Register knapp 28.200 Intensivbetten gemeldet, von denen derzeit 6.107 frei sind. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Mediziner und Pflegeverbände haben mehrfach darauf hingewiesen, dass nicht genug Personal für die Intensivstationen zur Verfügung steht. Auf Intensivstationen liegen aktuell 3.615 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Von ihnen müssen 2.103 invasiv beatmet werden. (Stand 21.11. - 7:00 Uhr)

Dem Lagebericht des RKI zufolge sind bisher etwa 22 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten verstorben. (Stand 20.11.)

Altersdurchschnitt der Infizierten bei 42 Jahren

Bei einem Teil der registrierten Fälle bekommt das Robert Koch-Institut klinische Informationen zu den Infizierten - zuletzt war das bei 64 Prozent der registrierten Fälle so. Daraus lassen sich einige Informationen generieren:

In Kalenderwoche 46 lag der Altersdurchschnitt der Infizierten insgesamt bei 42 Jahren. Zum Vergleich: In der Kalenderwoche 16, als anteilig besonders viele Infizierte im Krankenhaus behandelt werden mussten, lag der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren. Das RKI warnt: "Bei stärkerer Verbreitung in höheren Altersgruppen muss weiterhin mit vermehrten schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden." Zuletzt wurde ein Anstieg der Infektionszahlen auch in der älteren Bevölkerung verzeichnet.

Der Anteil der Verstorbenen unter den gemeldeten COVID-19-Fällen lag in KW 43 rein rechnerisch nach den Zahlen des RKI derzeit bei knapp 0,91 Prozent. (Stand 22.11. - Hinweis: die Daten der darauffolgenden Wochen sind laut RKI noch nicht aussagekräftig, da der Ausgang der Erkrankungen in diesen Wochen noch unklar ist.)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 21.11.)
+ Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10)

Test und Schutz

+ Schutz: So soll die Impfung gegen das Coronavirus organisiert werden (Stand: 20.11.)
+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 29.10.)
+ Wie sinnvoll sind Massentests für die ganze Bevölkerung? (Stand: 15.11.)
+ Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 18.11.)
+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 16.11.)
+ Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.)
+ Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus wei�? (Stand: 10.10.)
+ Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 14.11.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Wie ansteckend sind Kinder? (Stand 17.11.)
+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.)
+ Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 29.10.)
+ Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 14.11.)
+ Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 13.11.)

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