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Covid-19Bartsch wirbt um Verständnis für Ramelows Lockerungs-Vorstoß

Bartsch spricht und gestikuliert am Rednerpult, er spiegelt sich dabei undeutlich in einer Scheibe. (Arne Immanuel Bänsch / dpa)
Dietmar Bartsch (Die Linke), Fraktionsvorsitzender seiner Partei. (Arne Immanuel Bänsch / dpa)

Der Bundestagsfraktionsvorsitzende der Linken, Bartsch, hat die Kritik am Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Ramelow zur Aufhebung der Corona-Beschränkungen zurückgewiesen.

Die Reaktionen auf Ramelows Ideen hätten mit der Realität nichts zu tun, sagte Bartsch im Deutschlandfunk. Ramelow plädiere nicht dafür, die Abstandsregelung oder die Maskenpflicht abzuschaffen. Vielmehr gehe es ihm um eine Regionalisierung der Vorgaben. Bartsch betonte, man könne nicht dauerhaft Einschränkungen vornehmen, wo es kein Infektionsgeschehen gebe. - Ramelow will vom 6. Juni an auf allgemein gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Stattdessen soll es regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

Der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Herrmann, sprach in der "Bild"-Zeitung von einem hochgefährlichen Experiment. Die Aufhebung aller Schutzmaßnahmen komme zu früh und sei der aktuellen Situation nicht angemessen. FDP-Chef Lindner nannte dagegen die Debatte über regionale Lockerungen richtig.

Diese Nachricht wurde am 25.05.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.