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Covid-19Bundesjustizministerin Lambrecht will keine Privilegien für Geimpfte

Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin, spricht bei der 136. Sitzung des Deutschen Bundestags. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Justizministerin Lambrecht im Bundestag. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Bundesjustizministerin Lambrecht hält Privilegien für Menschen mit Corona-Impfung zum jetzigen Zeitpunkt für falsch.

Es sei nicht einmal klar, ob das Virus möglicherweise trotz einer Impfung weiterhin übertragen werden könne, sagte Lambrecht der Deutschen Presse-Agentur. Allein deshalb verböten sich gegenwärtig Privilegien für Geimpfte. Solange es nicht genügend Impfstoff für alle gebe, sei es zudem ein Gebot der Fairness, Sonderrechte weder einzufordern noch anzubieten, erklärte die SPD-Politikerin. Ähnlich äußerte sich die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Buyx. Rechtspolitiker von Union und SPD hatten zuvor ein gesetzliches Verbot von Sonderrechten für Geimpfte in die Diskussion eingebracht.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Aschenberg-Dugnus, sieht ein Verbot von Privilegien dagegen kritisch. Man müsse die Entscheidungshoheit bei der Privatwirtschaft belassen, sagte Aschenberg-Dugnus im Deutschlandfunk.

Diese Nachricht wurde am 29.12.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.