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Covid-19DIW-Chef gegen "Lockdown light"

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher. (imago / IPON)
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher. (imago / IPON)

Der Chef des Deutschen Institus für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, hat einen sogenannten "Lockdown light" als Vabanquespiel bezeichnet.

Der Ökonom sagte im Deutschlandfunk, wenn ein solcher abgeschwächter Lockdown nicht funktioniere, habe man wertvolle Zeit verloren. Dann müssten das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft wie im Frühjahr doch wieder für einen längeren Zeitraum heruntergefahren werden, um die zweite Infektionswelle abflachen zu können. Er plädiere daher dafür, jetzt einen nur kurzen, aber dafür konsequenten Lockdown zu verhängen. Dann könnte die Wirtschaft möglicherweise vor Weihnachten wieder hochfahren.

Für einen kurfristigen Lockdown sprachen sich auch der stellvertretende CDU-Vorsitzende Strobl und Vizekanzler Scholz von der SPD aus. Der Hamburger Ökonom Straubhaar warnte dagegen im Deutschlandfunk vor einem erneuten Herunterfahren. Bundeswirtschaftsminister Altmaier rechnet für Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag in Deutschland. Heute früh hatten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Vor einer Woche hatte die Zahl bei 6.868 gelegen.

Diese Nachricht wurde am 27.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.