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Covid-19Handlungsempfehlungen für Ärzte in der Coronavirus-Krise

Ein schwer kranker Covid-19-Patient wird am Mittwochnachmittag in Leipzig aufgenommen. Die insgesamt zwei Patienten, die nun auf der Intensivstation des Herzzentrums behandelt werden sollen, waren mit einer Maschine der italienischen Luftwaffe aus Bergamo nach Sachsen geflogen worden.  (ZB/ Hendrik Schmidt)
Ein schwer kranker Covid-19-Patient wird in Leipzig aufgenommen: In Zukunft könnten die Ärzte gezwungen sein, wer beatmet wird und wer nicht. (ZB/ Hendrik Schmidt)

Die Intensivärzte in Deutschland stellen sich darauf ein, in der Coronavirus-Epidemie Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu müssen.

Für diesen Fall beschlossen sieben medizinische Fachgesellschaften einen Katalog mit Handlungsempfehlungen, der dem Radiosender Deutschlandfunk Kultur vorliegt. In dem Papier heißt es, es sei wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in naher Zukunft und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr alle Patienten, die unter einem schweren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 litten, intensivmedizinisch behandelt werden könnten. Dadurch werde es zu moralischen Konflikten kommen. Die neue Handreichung soll dabei Orientierung bieten.

Demnach ist eine Intensivtherapie nicht mehr geboten, wenn der Sterbeprozess unaufhaltsam begonnen hat, wenn keine Besserung oder Stabilisierung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist, oder wenn das Überleben nur bei dauerhaftem Aufenthalt auf der Intensivstation gesichert werden kann.

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