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COVID-19Lauterbach: Remdesivir-Ankauf der USA ist "sehr unfreundlicher Akt"

Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach bei einem Pressestatement. (imago images / Reiner Zensen)
Der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach (imago images / Reiner Zensen)

Der SPD-Politiker Lauterbach hat die USA wegen des massenhaften Aufkaufs des Corona-Medikaments Remdesivir kritisiert.

Lauterbach sagte im Deutschlandfunk, dies sei ein "sehr unfreundlicher Akt". Jetzt gehe es nur um ein Medikament, sollte es später einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben, dürfe das aber nicht erneut passieren. Man müsse dann sicherstellen, dass besonders stark betroffene Länder zuerst bedient würden.

Würde es auch bei einem Impfstoff einen "Egoismus der Preise" geben, wäre das eine unfassbare Blamage für die Staatengemeinschaft, meinte Lauterbach. Die Europäische Union sei aber auf einem guten Weg. Durch die geplante Zusammenarbeit könne man der Marktmacht der USA entgegenwirken.

Das US-Gesundheitsministerium hat sich nach eigenen Angaben mehr als 90 Prozent der Produktion von Remdesivir der kommenden Monate gesichert. Das Medikament kann Menschen helfen, die besonders schwer an Covid-19 erkrankt sind.

Diese Nachricht wurde am 02.07.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.