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Covid-19Musikwirtschaft verzeichnet coronabedingten Umsatzeinbruch - auch Ausgaben für Musik nehmen ab

Ein kleines Mädchen mit Kopfhörern verzieht das Gesicht. (imago / Westend61)
Auch die Ausgaben für Musik nehmen einer zweiten Studie zufolge coronabedingt ab (imago / Westend61)

Aufgrund der Corona-Pandemie erwartet die deutsche Musikwirtschaft einen deutlichen Umsatzeinbruch.

Die Branche geht in diesem Jahr von sieben Milliarden Euro oder knapp 29 Prozent weniger Umsatz aus als vor Corona-Pandemie erwartet wurde. Das ergab Musikwirtschaftsstudie, die in Hamburg vorgestellt wurde. Ursprünglich war für das laufende Jahr eine Umsatzsteigerung von 23 Prozent erwartet worden. Besserung ist demnach erst 2021 in Sicht.

In den Jahren zwischen 2014 und 2019 hatte die Branche laut Studie deutlich zugelegt: Die Gesamterlöse stiegen um 18 Prozent von circa 11,5 Milliarden Euro auf rund 13,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs um rund 25 Prozent auf fast 158.000, darunter 64.000 Selbstständige und rund 93.000 Arbeitnehmer.

Auch die Ausgaben für Musik nehmen einer zweiten Studie zufolge coronabedingt ab - und zwar bei nahezu allen Formaten bis auf das Streaming. So sei der Absatz physischer Tonträger wie CDs in diesem Jahr um 25 Prozent und im Live-Bereich sogar um 80 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. Auch der wöchentliche Musikkonsum nahm seit Beginn der Studie 2018 um acht Prozent auf nunmehr 19 Stunden und 43 Minuten ab. Eine mögliche Erklärung dafür sei die eingeschränkte Mobilität und der Fokus auf Nachrichten in Zeiten der Corona-Pandemie, hieß es.

Diese Nachricht wurde am 17.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.