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Covid-19Steigende Infektionszahlen lösen Debatte über Corona-Regeln aus

"Minimum 1,5 Meter" – im Deutschen Historischen Museum in Berlin ist auf dem Boden ein Hinweis auf den Mindestabstand aufgebracht. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
"Minimum 1,5 Meter" – im Deutschen Historischen Museum in Berlin ist auf dem Boden ein Hinweis auf den Mindestabstand aufgebracht. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus hat sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier für härtere Strafen bei Regelverstößen augesprochen.

Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, wer andere Menschen absichtlich gefährde, müsse mit gravierenden Folgen rechnen. Die wachsenden Fallzahlen bezeichnete Altmaier als "alarmierend".

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Schröder, sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), sie habe "ein gewisses Verständnis" für diejenigen, die über die Stränge schlügen. Junge Menschen hätten in den vergangenen Monaten viel Frustration erfahren, beispielsweise durch ausgefallene Abi-Bälle oder den Verlust ihres Ausbildungsplatzes. Ihre Sorgen und Nöte müssten ernstgenommen werden, betonte Schröder. Nach ihren Worten könnten zudem die direkte Ansprache und die Aufklärung über Gefahren der Pandemie mehr bewirken, als die Verhängung von Bußgeldern.

Der Polizeiwissenschaftler Behr sagte im Deutschlandfunk, zu Beginn der Pandemie hätte viele Menschen Respekt vor dem Coronavirus gehabt. Jetzt hätten vor allem junge Menschen registriert, dass der Erreger ihnen kaum schade. Die Polizei treffe daher nun verstärkt auf hedonistische, feiersüchtige Personen, die gar nicht mehr zu erreichen seien.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Brysch, kritisierte eine mangelhafte Durchsetzung der Schutzmaßnahmen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, wer jetzt nach härteren Strafen rufe, der habe zunächst dafür zu sorgen, dass die Regelverletzungen überhaupt geahndet würden. Ordnungsämter sowie Landes- und Bundespolizei hingegen schauten weg. So entstünden rechtsfreie Räume.

In Deutschland wurden dem Robert-Koch-Institut zufolge seit gestern 955 neue Corona-Infektionen gemeldet - knapp 100 mehr als am Vortag.

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